Wir sind da mit verschiedenen, unter anderen Gruppen auch im Austausch, aber an der Stelle ist dann doch gerade erst mal so ein bisschen die Zusammenarbeit da ein bisschen zurückhaltender.

Okay, das liegt sich mit meiner Erfahrung mit dem Fraunhofer.

Die sind halt auch sehr professionell.

Nein, die sind gar nicht böse, sondern alles ist professionell.

Aber die leben davon, dass die an alles eine Zahl dran schreiben.

Und das ist dann, und die müssen halt letztendlich, die Lanze möchte ich für sich mal brechen, die müssen halt davon ihr Personal bezahlen.

Die leben ein und ausschließlich davon, dass sie in Forschungsvorhaben tätig sind oder ihre Forschungsdienstleistung verkaufen.

Deswegen wundere ich mich nicht, dass die eben solche Preise aufrufen.

Ja, das kann ich auf der einen Seite nachvollziehen.

Auf der anderen Seite im Gespräch wurde es aber auch so ein bisschen so dargestellt, dass wenn wir mit ihm das zusammen machen und er gegenüber den anderen

also insbesondere auch den Projektkoordinatoren, darstellen kann, dass wir zusammenarbeiten über die Projekte hinweg

die verschiedenen Verbundprojekte hinweg, dann kann ihm das auch gegenüber dem Projektträger so ein bisschen in die Karten spielen

von wegen kostenneutrale Verlängerung.

Aber dass wir diesen Gefallen dann für 29.000 Euro bezahlen, das war dann doch ein bisschen zu viel.

Inhaltlich wäre ich schon daran interessiert, weil das ist ja immer das, was korportiert wird, so nach dem Motto

dann fängst du ja auch wieder von vorne an.

In dem Moment, wo diese, also die machen ja wieder Monomere aus dem Material, können dabei letztendlich Fremdfraktionen abscheiden.

So richtig gerne, wir hatten mal Kontakt mit auch so einem Start-up aus dem Fraunhofer, aus Merseburg.

So richtig gerne haben die Fremdmaterialien auch nicht, also Fremdstoffe, sondern die sind mehr so drauf aus

ich sag mal, Kompositmaterialien zu verarbeiten, also quasi die typische Chipstüte mit ihren sieben Lagen.

Ja.

Das dann wieder auseinander zu dividieren und sagen zu können, okay, wir können das recyceln.

Aber das ist ja ein Ding, was immer wieder vor sich her getragen wird, wo es heißt, ja, chemisches Recycling.

Dann hast du wieder ein Monomer.

Das würde tatsächlich ein paar Sachen lösen, weil du hast wieder ein Monomer, wo unter kontrollierten Bedingungen

in einem Reaktor das Polymer erzeugt wird.

Und das Polymer ist nachher nicht mehr unterscheidbar von einem aus Erdöl gewonnenen Polymer.

Weil dem Polymer ist es letztendlich egal, wo das Monomer hergekommen ist.

Das ist genauso wie diese biobasierten klassischen Kunststoffe.

Das ist hinterher genau dasselbe, als wenn das aus dem Erdöl gekommen wäre.

Das hatte also schon einen gewissen Charme.

Aber das, was ich mindestens gehört habe, passt zu der Aussage von ihm für diesen Versuch.

Das ist halt ein extrem teures Verfahren.

Ja, also ich sehe die Vorteile eben auch.

Das ist keine Frage, dass da sicherlich ganz gute Möglichkeiten nachher bestehen.

Aber sie muss sich natürlich irgendwo tragen.

Und ich sehe eben jetzt mit dem, was wir bisher jetzt erreicht haben und dadurch, dass ihr jetzt gerade auch ja beschrieben habt

dass ihr mit dem Material, auch wenn es eben diese Verunreinigung hat

trotzdem einen Anteil von 20 Prozent irgendwo ganz gut dort einbringen könnt

dann ist das ja an der Stelle auch wirklich ein guter Ansatz.

Und das ist ja ein Ergebnis, wo ich dann denke, mit dem kann man ja arbeiten.

Und vor dem Hintergrund kleinere Laborversuche mal zu machen und zu sagen

komm, wir schieben das mal bei uns mit rein und gucken uns das mal mit an.

Alles gut.

Und lass das auch 1.000 Euro kosten, um dann den Aufwand zu decken.

Bitte? Aber nicht 30, genau.

Also das wäre aus meiner Sicht im Grunde genommen auch okay gewesen.

Aber so in der Form glaube ich ähnlich.

Aber gut, dann kann man ja nochmal sprechen.

Ich glaube aus unserer Sicht, das hast du vorhin schon richtig gesagt

also aus unserer Sicht ist jetzt alles Kür.

Also wir haben bewiesen, was zu beweisen war auf unserer Seite.

Wir haben jetzt ein bisschen geglaubt, dass unser Prozess da ein bisschen leichter ist

als Fasern zu extruieren.

Realistisch betrachtet sind selbst 20 Prozent kaum durchzuhalten

sondern wir würden wahrscheinlich eher über drei bis fünf reden

einfach aufgrund der Mengen.

Also ich muss ja rein ökonomisch, wenn ich ein Produkt anbiete und verkaufe

muss ich ja bereit oder muss ich in der Lage sein

eine bestimmte Mindestmenge auch auf dem Markt anbieten zu können.

Sonst kann ich das Produkt kaum in mein Portfolio aufnehmen.

Und wenn ich mit 100 Prozent reingehen würde

dann könnte ich fünf Rollen machen pro Jahr.

Im Moment für die nächsten zehn Jahre würde ich es mal prognostizieren.

Das heißt, wir reden am Ende sowieso guten Gewissens von irgendeiner Beimengung von 5 Prozent oder ähnlichem.

Letztendlich ähnlich, wie die Flaschenhersteller angefangen haben

als der Recyclingprozess noch nicht so eingefahren war und die Verfügbarkeiten noch nicht so da waren.

Die hätten auch schon mehr gekonnt, aber die haben sich halt auf 20 Prozent beschränkt.

Und so kann man das bei uns auch sehr gut argumentieren

dass wir eben aus anderen Gründen, nämlich aus den Gründen überhaupt Material anbieten zu können

eigentlich aufgrund der Verfügbarkeit nur kleine Bestandteile zu unserem Material zumischen können.

Ja, aber man kann es ja auch andersrum argumentieren.

Auf der anderen Seite ist dieses Material, was er wieder einsetzt

aber tatsächlich noch mal weiter genutzt worden.

Also so rum auch zu argumentieren und zu sagen

das geht eben nicht in die Müllverbrennung und ist dann weg.

Ich habe im Grunde genommen eben die Möglichkeit, es wieder einzusetzen.

Und das ist ja dann im Grunde, ob es jetzt in 5 Prozent oder in 10 oder 20 Prozent

ist ja dann erstmal egal, das Material ist jetzt nicht in irgendeiner Form vernichtet.

Nein, die Gesamtmenge des eingesparten Materials bleibt ja auch genau gleich.

Also 100 Prozent, das bleibt gleich.

Es bleibt dieselbe und die Argumentation für uns ist eben

selbst die mechanischen Eigenschaften ändern sich nicht.

Es bleibt am Ende des Tages letztendlich nur die regulatorische Einschränkung

dass wir es heute nicht dürften oder nur unter sehr für uns unkomfortablen Randbedingungen.

Ja, cool.

Fakt ist auch, es würde heute noch keiner kaufen unter den Randbedingungen

die wir da dranhängen müssten.

Nicht was die technischen Eigenschaften angeht

sondern eben was die, Haltbarkeit ist das falsche Wort

aber die offizielle Verwendbarkeitsdauer.

Das haben wir in Umfragen bei unseren Kunden herausgefunden.

Niemand kauft etwas, was er nur fünf Jahre einsetzen kann

weil alle das Risiko sehen, was ist denn, wenn sich mal eine Baustelle verzögert

was ist, wenn mal was auf dem Lager liegen geblieben ist

was ist am fünf Jahre ersten Tag, wer übernimmt dann welche Gewährleistung und so.

Verantwortung, Gewährleistung ist falsch.

Die Frage ist jetzt, wenn wir jetzt mal so ein bisschen auch auf die nächsten Schritte

und auf die nächste Planung auch gucken, wie kommen wir da jetzt weiter?

Also du sagtest, Marleen, ihr würdet im August jetzt da verstärkt auch noch mal gucken

was da an Möglichkeiten auch besteht und was ihr da ansetzen könnt.

Man, ihr habt ja jetzt so ein bisschen, die Kollegen von Nauer haben ja jetzt die Steilvorlage geliefert

da müsst ihr jetzt hinterherziehen, um so ein bisschen den Druck zu erhöhen.

Ja, das kannst du, das ist ja da auch bekannt, aber vom Grundsatz her

das müssen wir halt nur schauen, dass wir sagen, den August jetzt noch mal zu nutzen

und zu gucken, dass wir da im Grunde genommen in diese Richtung jetzt weiterdenken.

Und wir würden, also ihr würdet jetzt bei euch, Martin, im Grunde genommen das Material noch testen

beziehungsweise jetzt überlegen, wie weit wir uns da im Rahmen des Projektes da die Tests dann auch irgendwie aufteilen.

Ich würde jetzt mit dem Kollegen...

Kurkotter Einschub, Kurkotat?

Ja.

Wir haben noch reichlich Budget bei Kiva für solche Versuche über.

Also von uns, vom Projekt aus wäre das sogar sehr gut, wenn wir die aufbrauchen könnten.

Weil ich glaube, wir haben wirklich noch einige Tausend Euro an Versuchen über

und dann hat man, glaube ich, sowieso noch mal irgendwie 20.000 Euro

zumindest irgendwo als Forschale vorgesehen, die wir noch gar nicht beauftragt haben.

Ja, Kiva hat ja alles Notwendige.

Also insofern ist das sicherlich eine der Möglichkeiten.

Das ist für uns auch nicht...

Also es ist mir...

Ich muss noch mal mit Hedding sprechen, aber für mich ist es tatsächlich auch egal.

Wenn ich am Ende des Tages einen Prüfbericht habe, wo sogar noch ein namhafter Prüfer oben rechts in der Ecke steht

oder links, keine Ahnung, wo ihr euer Logo hinmacht, bin ich auch nicht traurig.

Also selbst geprüft glaubt sowieso keiner.

Ja, also von daher können wir ja gucken.

Das können wir ja gerne so machen.
