Weil jedes Mal das jetzt runter zu MS zu fahren, Technikum ist ja auch nicht eine praktikable Lösung auf Dauer.

Nö, da bin ich.

Also Fragen kostet ja erstmal nichts.

Nö, da bin ich relativ frei, das zu mir anzugucken.

Also jetzt kommt ein Aber.

Also der Prozess muss natürlich vergleichbar sein, weil das ist, wie Marlene ja schon leider feststellen musste, das hatten wir ja für uns eigentlich auch befürchtet.

Das ist Glückssache, dass du zur rechten Zeit an so eine Baustelle rankommst, wo das Material verfügbar ist.

Das ist nicht planbar.

Insofern wäre es natürlich hoch riskant, dieses Material, was ja auch viel Geld kostet, von da wegzuholen, dann irgendwie zu riskieren, weil wir ein komplett anderes Verfahren verwenden, um das jetzt aufzureinigen.

Bei MRS wissen wir, was wir kriegen.

Ich sage mal, wenn wir einen Kunden von MRS finden, der eine Anlage stehen hat, die in relativer Nähe ist, würde ich sofort ja sagen.

Wenn die sagen, ja, können wir auch, aber wir haben halt was ganz anderes, würde ich schon ein bisschen zucken.

Okay, also im Prinzip eine Anlage von MRS, die jetzt aber auch PET ausgelegt ist.

Bei Graf, ich glaube, die hatten ja gesagt, die wollen nur PP haben.

Ja, genau.

Also wir brauchen halt eine Anlage, das wissen wir aus anderen Versuchen, die wir vorher gemacht haben.

Du brauchst halt auch eine Anlage, die sauber ist.

Also das wird ein Real-Life-Problem ganz am Ende sein, weil diese Recycler, die schieben erstens durch ihre Zerkleinerer von Autoreifen über ganze Autos bis hin zu Kunststoff.

Alles durch, das ist eine, da kriegst du schon die erste Verunreinigung.

Und das zweite ist, die warten ja nicht darauf mit ihrem Extruder, dass wir jetzt mit unserem ziemlich sauberen Pad kommen, was wir ja hinterher ziemlich sauber wieder raushaben wollen.

Sondern da läuft gestern PP drüber, heute PE, morgen Progester und übermorgen halt eine Mischung aus allem.

Das heißt also, die Gefahr, dass wenn wir in ein echtes Recycling-Unternehmen gehen, was eben davon lebt, Durchsatz zu machen, dass wir da hinterher kontaminiertes Material kriegen, ist relativ groß.

Aber haben die nicht auch getrennte Basen da?

Nicht die ich kennen würde.

Also würde ich tatsächlich auch, also ich würde nicht in eine reelle Anlage gehen.

Wenn, dann können wir, wenn überhaupt, nur über ein Technikum reden, so wie bei MAS oder wie bei Vipa damals, dass wir sagen, da kriegen wir im Grunde genommen wirklich auch einigermaßen saubere Bedingungen hin.

Und da wäre eben die Frage, ob man sagt, man hätte da noch einen anderen Reinigungsansatz, anders als bei MAS, den man nochmal testen könnte.

So habe ich dich jetzt verstanden, Tim, ne?

Ja, das auch.

Also, wie gesagt, weil da ein bisschen Anhaftung dran sind.

Ich meine, man kann natürlich jetzt sagen, es sind jetzt nur 0, 2 Prozent Glührückstand.

Damit können wir leben.

Da würde ich aber sowieso vorher mal MAS fragen, wie die das Material einschätzen.

Das wäre vielleicht mal eine grundsätzliche Frage, wenn wir mal mit MAS auch sprechen, sagen wir haben dieses Material jetzt in der Qualität.

Wie würdet ihr jetzt nach so euren Erfahrungen grundsätzlich sagen, dass das zu bewerten ist?

Ob die sagen, da schießen wir mit Kanonen auf Spatzen oder ist das tatsächlich auch ein guter Ansatz, weil wir sagen, das Material ist für die Anlage gut geeignet oder andersrum.

Die Anlage passt auch sehr gut dafür.

Weiß ich nicht, wir haben ja den Kontakt da jetzt zu MAS, das einfach mal nachzufragen, oder?

Ja, wir können dem ein paar Probeschriften zuschicken, dass sie mal Einschätzung geben.

Dann haben wir das schon mal vorzeitig nachgefragt oder hattet ihr das auch, glaube ich, schon mal angefragt?

Aber jetzt können die ihre Einschätzung zu sagen, weil ich weiß jetzt nicht, ob das trockenmechanisch großartig abzureinigen ist.

Diese feinen Anlage, die würden wahrscheinlich jetzt nicht so gut abgeben, wie das, was wir jetzt in dem Fließstoff drin hatten.

Nein, ich glaube, die trocken, oder ich bin überzeugt, die Trockenreinigung, da wird noch ein klein bisschen was abfallen im Schredder.

Das ist immer so, durch die Reibung, die da entsteht und so.

Aber im Großen und Ganzen ist da der Anteil, den wir da noch rauskriegen, der ist wesentlich geringer.

Ich würde nicht erwarten, dass wir in dem ganzen Prozess das noch signifikant reduzieren.

Also ich erwarte eigentlich, dass dann im Regranulat auch 0, 2 Prozent plus minus drin sind.

Weil es ist ja nur noch feinstes Material, was direkt an dem Kunststoff klebt.
