Das müssen wir alles nochmal machen und nochmal bezahlen, nur um festzustellen, dass es wieder geht.

Also da weiß ich nicht, ob es das wert ist.

Also ich weiß nicht genau, dass es mir das nicht wert ist.

Nein, also das hätte ich jetzt, da hätte ich jetzt tatsächlich auch gesagt, das würde ich jetzt mit dem Material nicht unbedingt nochmal wieder machen.

Wenn wir sagen, wir haben jetzt das Reziklat im Grunde genommen aufgebaut, das ist ja gut, das ist ja dann noch in Ordnung.

Und würde dann eher darüber nachdenken, das war so ein bisschen jetzt auch der Punkt, was wir jetzt mit dem anderen Material, was bei Kockmann da jetzt noch liegt

was wir jetzt im Grunde genommen ja noch in der Diskussion hätten für vielleicht den dritten Versuch.

Das müssen wir jetzt gleich anschließend nochmal überlegen, was wir damit noch machen.

Aber ich würde jetzt nicht nochmal mit den Ballen, die bei Kockmann liegen, da nochmal weiteres anfangen.

Also ich neige dazu, die Ballen, die bei Kockmann liegen jetzt zu entsorgen.

Also vielleicht einen behalten als, wie soll ich sagen, als Musterquelle, aber ansonsten den Rest.

Da sehe ich keinen Mehrwert mehr drin im Moment.

Für uns, das habe ich ja schon ein paar Mal gesagt, für uns wäre jetzt interessant den anderen Rohstoff.

Wir haben ja jetzt eine Baustelle, bei der wir Polyester ausbauen.

Das ist diese Bahnbaustelle, meinst du?

Und ohne Fließstoff, also es ist kein Kombi, also ohne Fließstoff.

Das dürfte alles in allem nochmal dankbarer sein, hat aber ein paar andere Challenges.

Das Material ist für den Geogitter recht alt, das hat um die 20 Jahre auf dem Buckel.

Auch in vielleicht einer Umgebung, die nicht so zuträglich war, also die war auf Rüttelstopsäulen im weitesten Sinne.

Also es waren verschiedene Varianten, aber war im Grunde immer Zement beteiligt.

Ortbetonsäulen, Rüttelstopsäulen und Jet Drouting war glaube ich auch noch dabei, irgendwie sowas.

Also da könnte durchaus ein bisschen was am Polymer passiert sein.

20 Jahre alt, aber eben im Vergleich sehr sauber.

Also ich habe das gesehen und habe gesagt, ich habe mich total gewundert, dass das wirklich noch so, dass das schon so alt sein soll, dieses Material.

Ich habe das Fotos gesehen davon und Tim und Antonis waren ja da vor Ort und haben sich das mal angeguckt.

Und das ist ja wirklich, sieht ja wirklich noch sehr sauber aus.

Also gar kein Vergleich zu dem, was wir bisher so kennen.

Und das fände ich natürlich auch nochmal spannend.

Das habe ich gestern auch gesagt, wenn man da jetzt nochmal wirklich einsteigt und überlegt, was man mit dem Material wirklich machen könnte.

Ja, also das Material, das ist jetzt auch kein, ein bisschen keine Betriebsgeheimnisse.

Polyester wird etwas anders behandelt als Polypropylen.

Polypropylen kaufst du und verarbeitest das im Wesentlichen.

Bei Polyester geht es um die intrinsische Viskosität.

Also IV-Wert heißt das ist im Grunde das Pendant zum MFI.

Und den kann man beeinflussen durch Polymerisierung, also durch SSP, Nachpolymerisierung, Solid State Polymerizing.

Und dieser IV sinkt mit der Zeit wieder ab.

Also es ist im Grunde beschreibt, wie langkettig die Polymere sind.

Also wenn du Polyester kaufst, dann sind die vergleichsweise kurzkettig und wir kondensieren das dann nochmal hoch.

So nennt sich das.

Also unter Vakuum, Wärme und Stickstoffumgebung bilden sich noch mehr längere Polymerketten, was dann dankbar ist.

Und das Ganze durch Alterung zerbrechen die aber wieder.

Das heißt, wir müssten, das verhält sich einfach ganz anders.

Das altert wirklich im Gegensatz zu PP, was eigentlich nur unter UV so richtig altert.

PO- und pH-Werte tun ihr Übriges dazu.

Das ist auch nicht gut.

Deswegen setzt man Polyester und nicht so gerne im Kontakt zu Beton ein.

Die Kollegen von Nyska nehmen dafür dann PVA.

Das ist ein bisschen einfacher zu verarbeiten in deren Technik.

Also das erstmal vorweg.

Das hat dann eine andere Challenge.

Wir müssen jetzt dieses Material zurückbauen, reinigen, extrudieren und müssen dann mal gucken, was der IV-Wert ist und Molekulargewicht und Molekuleingruppen.

Und das dann nochmal wieder so hochkondensieren, dass wir glauben, dass wir es a. verarbeiten können und b. die geforderten Eigenschaften rauskriegen.

Das ist nochmal eine andere Herausforderung.

Der Ablauf ist ziemlich ähnlich.

Erstmal ausbauen, schreddern, reinigen, bei MIS durch einen Extruder wieder Körnchen draus machen und danach wird es nochmal spannend.
