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# RollCalc User Manual
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# 1. RollCalc sicher einsetzen
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RollCalc ist ein internes Engineering-Tool für die technische Bewertung von Rollenprodukten und deren Transportierbarkeit. Die Software unterstützt Anwender dabei, aus bekannten Produkt- und Rollendaten belastbare Berechnungsergebnisse abzuleiten und diese Ergebnisse für Planung, Prüfung und Transportbewertung einzuordnen.
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Dieses Kapitel beschreibt noch keine Bedienung. Es legt fest, wie RollCalc fachlich zu verstehen ist: als Berechnungs- und Analysewerkzeug, nicht als automatische Freigabeinstanz. Die Ergebnisse können technische Entscheidungen vorbereiten, ersetzen aber nicht die Verantwortung des Anwenders.
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## Zweck von RollCalc
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RollCalc verbindet zwei Aufgabenbereiche, die in der Praxis häufig gemeinsam betrachtet werden müssen: die Auslegung einer Rolle und die Bewertung ihrer praktischen Handhabung und Transportierbarkeit.
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Bei der Rollenberechnung unterstützt RollCalc typische technische Fragestellungen. Aus Werten wie `Core Diameter`, `Product Length` und `Product Thickness` kann ein `Roll Diameter` abgeschätzt werden. Umgekehrt kann aus einem gemessenen `Roll Diameter` eine rechnerische `Product Length` bestimmt werden. Wenn `Roll Width` und `Area Weight` bekannt sind, kann zusätzlich das `Roll Weight` bewertet werden. Diese Ergebnisse sind relevant, wenn eine Rolle geplant, geprüft, verglichen oder für weitere logistische Betrachtungen vorbereitet wird.
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Bei der Transportbewertung geht RollCalc einen Schritt weiter. Die Software analysiert, wie berechnete Rollendaten mit den Abmessungen und Gewichtsgrenzen eines Transportmittels zusammenwirken. Die `Capacity Summary` zeigt, welche Beladung für die eingegebenen Randbedingungen tatsächlich erreicht wird. Die `Capacity Analysis` macht sichtbar, ob `Weight`, `Volume` oder `Geometry` die Beladung begrenzt. Der `Governing Constraint` erklärt, warum genau diese Rollenanzahl erreicht wird und warum zusätzliche Rollen nicht geladen werden können.
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Damit beantwortet RollCalc keine abstrakten Softwarefragen, sondern konkrete technische Arbeitsfragen:
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- Ist eine geplante Rolle in Bezug auf `Roll Diameter` und `Roll Weight` plausibel?
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- Welche `Product Length` ist aus einer vorhandenen oder gemessenen Rolle rechnerisch ableitbar?
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- Welche Rolle kann unter vorgegebenen Durchmesser- oder Gewichtsgrenzen ausgelegt werden?
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- Welche Transportkapazität ergibt sich für einen Container oder LKW?
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- Warum bleibt möglicherweise `Remaining Payload` verfügbar, obwohl keine weitere Rolle geladen werden kann?
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RollCalc stellt diese Zusammenhänge innerhalb eines gemeinsamen Workflows dar. Eine Rolle wird nicht isoliert betrachtet. Ihre Geometrie, ihr Gewicht und ihre Transportierbarkeit werden als zusammenhängende technische Größen behandelt.
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## Typische Einsatzbereiche
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RollCalc richtet sich an Ingenieur:innen und technische Mitarbeiter:innen, die mit Rollenprodukten, Geokunststoffen und Transportprozessen vertraut sind. Die Software ist besonders hilfreich, wenn eine schnelle, nachvollziehbare und einheitliche technische Abschätzung benötigt wird.
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In der Produktionsplanung kann RollCalc verwendet werden, um eine geplante `Product Length` auf einen erwarteten `Roll Diameter` und ein voraussichtliches `Roll Weight` zu übertragen. Das unterstützt die Einschätzung, ob eine geplante Rolle technisch sinnvoll wirkt und ob Grenzwerte frühzeitig erkennbar werden.
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In der Qualitätskontrolle kann eine vorhandene Rolle anhand gemessener Werte überprüft werden. Wenn ein `Roll Diameter` bekannt ist, kann RollCalc helfen, die rechnerische `Product Length` abzuschätzen und mit Erwartungswerten oder Referenzrollen zu vergleichen.
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In der technischen Angebotsprüfung kann RollCalc dazu beitragen, technische Randbedingungen sichtbar zu machen. Wenn `Max. Roll Diameter`, `Max. Roll Weight` oder `Minimum Product Length` relevant sind, unterstützt die Software die Bewertung, welche Auslegung unter diesen Vorgaben möglich ist.
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In der Versandplanung unterstützt RollCalc die Frage, wie viele Rollen unter definierten Transportbedingungen tatsächlich geladen werden können. Dabei werden nicht nur Gewichtsgrenzen betrachtet. Auch `Volume`, `Geometry`, `Loading Clearances` und die tatsächliche Anordnung der Rollen beeinflussen das Ergebnis.
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In der Transportbewertung hilft RollCalc vor allem bei der Interpretation von Reserven. Freie `Payload` bedeutet nicht automatisch, dass weitere Rollen geladen werden können. Eine niedrige `Volume Utilization` bedeutet nicht automatisch, dass die Beladung schlecht ist. Die entscheidende Frage ist, welche Randbedingung im konkreten Fall maßgeblich ist.
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## Verantwortung des Anwenders
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RollCalc liefert Berechnungen und technische Analysen auf Basis der eingegebenen Werte und der verfügbaren Artikeldaten. Diese Ergebnisse können belastbar und für die technische Bewertung sehr nützlich sein. Sie bleiben jedoch rechnerische Ergebnisse innerhalb der getroffenen Annahmen.
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Die Verantwortung für Interpretation, Plausibilisierung und operative Anwendung verbleibt immer beim Anwender. RollCalc ersetzt keine technische Prüfung, keine Produktionsfreigabe, keine Versandfreigabe und keine Sicherheitsbewertung. Die Software unterstützt Entscheidungen, trifft sie aber nicht.
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Diese Unterscheidung ist wesentlich. Ein berechneter `Roll Diameter` kann mathematisch korrekt sein und trotzdem praktisch hinterfragt werden müssen. Ein berechnetes `Roll Weight` kann zur Eingabe passen und dennoch auf unplausible Stammdaten hinweisen. Eine `Capacity Analysis` kann korrekt zeigen, dass `Geometry` der `Governing Constraint` ist, auch wenn aus Sicht der `Payload` noch Reserven vorhanden sind.
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Der Anwender muss deshalb prüfen, ob die Eingaben zum betrachteten Produkt, zum realen Rollenaufbau und zum geplanten Einsatz passen. Dazu gehören insbesondere Einheiten, Größenordnungen, Artikelzuordnung, Materialdaten, gemessene Werte, erwartete Toleranzen und reale Transportbedingungen.
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RollCalc ist am hilfreichsten, wenn Ergebnisse nicht nur übernommen, sondern technisch gelesen werden. Auffällige Ergebnisse sollten als Anlass dienen, Eingaben und Randbedingungen zu prüfen. Das gilt besonders bei ungewöhnlich großen oder kleinen `Roll Diameter`, unerwartet hohem `Roll Weight`, sehr niedriger `Volume Utilization` oder scheinbar ungenutzter `Remaining Payload`.
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## Warum der Disclaimer Bestandteil der Software ist
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Beim Start von RollCalc erscheint ein `Disclaimer`. Er ist bewusst Bestandteil der Software, weil RollCalc mit technischen Ergebnissen arbeitet, die in Planung, Prüfung und Transportbewertung weiterverwendet werden können.
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Der `Disclaimer` soll nicht wie eine juristische Formalität verstanden werden. Er erinnert daran, dass RollCalc ein internes Werkzeug ist und dass die Verantwortung für die Nutzung der Ergebnisse beim Anwender bleibt. Gerade weil die Software schnell konkrete Zahlen liefert, müssen diese Zahlen vor der Weiterverwendung fachlich geprüft werden.
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Der `Disclaimer` macht außerdem deutlich, dass Eingaben und Ausgaben nicht isoliert betrachtet werden dürfen. Artikeldaten können unvollständig sein, Eingaben können falsch gewählt werden, reale Rollen können von idealisierten Annahmen abweichen, und praktische Ladebedingungen können von der rechnerischen Analyse abweichen. Diese Punkte müssen in der technischen Bewertung berücksichtigt werden.
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Für neue Anwender setzt der `Disclaimer` damit den richtigen Rahmen: RollCalc ist ein Werkzeug für Berechnung und Analyse, aber kein Ersatz für die fachliche Beurteilung durch den Anwender. Die Software zeigt Zusammenhänge, Grenzen und Reserven. Die Entscheidung, wie ein Ergebnis zu verwenden ist, bleibt eine fachliche Aufgabe.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - Eingaben immer auf Einheit, Größenordnung und Produktbezug prüfen.
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> - `Product Thickness`, `Area Weight` und Artikeldaten nicht ungeprüft übernehmen.
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> - `Roll Diameter`, `Product Length` und `Roll Weight` mit Erfahrungswerten oder Referenzrollen abgleichen.
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> - Bei auffälligen Ergebnissen zuerst Eingaben, Stammdaten und Randbedingungen prüfen.
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> - `Capacity Summary` zeigt die tatsächlich berechnete Beladung, nicht automatisch eine operative Freigabe.
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> - `Capacity Analysis` erklärt `Weight`, `Volume` und `Geometry`, trifft aber keine Transportentscheidung.
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*Abbildung 1: Der `Disclaimer` erinnert vor der Nutzung daran, dass RollCalc interne technische Berechnungen unterstützt und Ergebnisse vor der Weiterverwendung plausibilisiert werden müssen.*
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**Im nächsten Kapitel** werden die zentralen technischen Größen beschrieben, die eine Rolle in RollCalc fachlich vollständig erfassen.
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# 2. Grundlagen der Rollenberechnung
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Eine Rolle wird in RollCalc nicht durch einen einzelnen Wert beschrieben. Für eine belastbare technische Bewertung müssen geometrische Größen und Materialeigenschaften gemeinsam betrachtet werden. Erst ihr Zusammenspiel erklärt, warum eine Rolle einen bestimmten `Roll Diameter` erreicht, welches `Roll Weight` daraus entsteht und welche Daten für spätere Bewertungen wie `Forklift Check` oder `Load Optimizer` benötigt werden.
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Dieses Kapitel beschreibt die fachlichen Grundlagen der verwendeten Größen. Es ist keine mathematische Herleitung. Ziel ist, die Informationen zu verstehen, die eine Rolle technisch beschreiben, und zu erkennen, warum bestimmte Eingaben für bestimmte Berechnungen erforderlich sind.
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Core Diameter
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Product Thickness + Product Length
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Roll Diameter
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Roll Width + Area Weight
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Roll Weight
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Forklift Check / Load Optimizer
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*Platzhalter für eine spätere Übersichtsgrafik: Die Abbildung soll zeigen, wie geometrische Eingaben und Materialdaten schrittweise zu `Roll Diameter`, `Roll Weight` und den nachgelagerten Bewertungen führen.*
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## Geometrische Grundgrößen
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Die geometrischen Grundgrößen beschreiben, wie eine Rolle aufgebaut ist und wie viel Material auf ihr liegt. Besonders wichtig sind `Core Diameter`, `Roll Diameter`, `Product Length`, `Product Thickness` und `Roll Width`.
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Der `Core Diameter` beschreibt den Durchmesser des Rollenkerns. Er ist der innere Bezugspunkt der Rolle. Je größer der `Core Diameter` ist, desto weniger Raum bleibt bei gleichem äußerem `Roll Diameter` für das aufgewickelte Produkt. Der Wert stammt typischerweise aus Produktspezifikation, Produktionsstandard oder gemessenen Rollendaten. Er beeinflusst Berechnungen, bei denen aus `Product Length` und `Product Thickness` ein `Roll Diameter` bestimmt wird oder umgekehrt aus einem gemessenen `Roll Diameter` eine `Product Length` abgeleitet wird.
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Der `Roll Diameter` beschreibt den äußeren Durchmesser der fertigen oder gemessenen Rolle. Er ist eine zentrale Größe für Produktion, Handling und Transport. Ein größerer `Roll Diameter` kann auf eine größere `Product Length`, eine größere `Product Thickness`, einen größeren `Core Diameter` oder eine Kombination dieser Faktoren zurückzuführen sein. In der Praxis stammt der `Roll Diameter` entweder aus einer Berechnung, aus einer Messung an einer vorhandenen Rolle oder aus einer technischen Zielvorgabe.
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Die `Product Length` beschreibt die Länge des Produkts auf der Rolle. Sie ist für Planung, Produktion, Qualitätskontrolle und Transportbewertung relevant. Eine größere `Product Length` führt bei sonst gleichen Bedingungen zu einem größeren `Roll Diameter` und zu einem höheren `Roll Weight`. Die `Product Length` kann als geplante Eingabe verwendet werden oder aus einem bekannten `Roll Diameter` rechnerisch abgeleitet werden.
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Die `Product Thickness` beschreibt die Materialdicke des Produkts. Sie ist eine der sensibelsten Eingangsgrößen für die Berechnung des `Roll Diameter`. Bei gleicher `Product Length` führt eine größere `Product Thickness` zu einem größeren `Roll Diameter`. Kleine Abweichungen der `Product Thickness` können deshalb sichtbare Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Der Wert stammt häufig aus Artikeldaten oder technischen Stammdaten.
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Die `Roll Width` beschreibt die Breite der Rolle. Sie verändert den `Roll Diameter` nicht, ist aber entscheidend für das `Roll Weight` und für die Transportbewertung. Eine größere `Roll Width` erhöht bei gleicher `Product Length` und gleichem `Area Weight` das `Roll Weight`. Im `Load Optimizer` beeinflusst die `Roll Width` außerdem, wie viele Rollen entlang der Transportlänge angeordnet werden können.
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## Materialbezogene Größen
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Neben der Geometrie benötigt RollCalc materialbezogene Angaben. Für die Gewichtsbewertung ist vor allem das `Area Weight` relevant.
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Das `Area Weight` beschreibt das Flächengewicht des Produkts. Es gibt an, welches Gewicht eine definierte Produktfläche hat. In RollCalc wird es zusammen mit `Product Length` und `Roll Width` verwendet, um das `Roll Weight` zu bestimmen. Der Wert stammt typischerweise aus Artikeldaten, Produktspezifikationen oder technischen Stammdaten.
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Das `Area Weight` sollte nicht isoliert betrachtet werden. Ein Produkt mit gleichem `Area Weight`, aber größerer `Roll Width` oder größerer `Product Length`, führt zu einem höheren `Roll Weight`. Umgekehrt kann ein geringeres `Area Weight` bei sehr großer `Product Length` trotzdem zu einem relevanten `Roll Weight` führen. Für Handling, `Forklift Check` und Transportanalyse ist daher nicht nur das Material selbst entscheidend, sondern die Kombination aus Materialeigenschaft und Rollengeometrie.
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## Berechnete Größen
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RollCalc kann aus bekannten Eingaben verschiedene technische Ergebnisse ableiten. Die wichtigsten berechneten Größen sind `Roll Diameter`, `Product Length` und `Roll Weight`.
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Der `Roll Diameter` wird benötigt, wenn eine geplante Rolle bewertet werden soll. Dafür müssen mindestens die geometrisch relevanten Größen bekannt sein: `Core Diameter`, `Product Length` und `Product Thickness`. Der berechnete `Roll Diameter` zeigt, welche äußere Rollengröße unter diesen Annahmen zu erwarten ist.
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Die `Product Length` kann berechnet werden, wenn eine vorhandene Rolle über ihren `Roll Diameter` beschrieben wird. Dafür sind `Core Diameter`, `Roll Diameter` und `Product Thickness` erforderlich. Dieser Workflow ist besonders relevant, wenn vorhandene Rollen vermessen oder erwartete Rollenlängen plausibilisiert werden sollen.
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Das `Roll Weight` ergibt sich aus `Product Length`, `Roll Width` und `Area Weight`. Es ist eine Brücke zwischen Rollenberechnung und praktischer Bewertung. Ohne ein plausibles `Roll Weight` können Handling- und Transportfragen nicht sinnvoll bewertet werden. Der `Forklift Check` und der `Load Optimizer` benötigen deshalb verlässliche Gewichtsdaten.
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## Beziehungen zwischen den Größen
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Die Größen in RollCalc wirken nicht unabhängig voneinander. Eine Änderung an einer Eingangsgröße kann mehrere Ergebnisse beeinflussen.
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`Product Length` und `Product Thickness` bestimmen gemeinsam, wie viel Material auf dem `Core Diameter` aufgewickelt wird. Wenn die `Product Length` steigt, wächst der erwartete `Roll Diameter`. Wenn die `Product Thickness` steigt, wächst der `Roll Diameter` ebenfalls, auch wenn die `Product Length` unverändert bleibt. Deshalb können Abweichungen in der `Product Thickness` eine Rolle deutlich größer oder kleiner erscheinen lassen, als zunächst erwartet.
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`Roll Width` und `Area Weight` beeinflussen zusammen mit der `Product Length` das `Roll Weight`. Eine breitere Rolle ist bei gleicher Länge schwerer. Ein höheres `Area Weight` erhöht ebenfalls das `Roll Weight`. Eine längere Rolle wirkt doppelt relevant: Sie kann den `Roll Diameter` erhöhen und gleichzeitig das `Roll Weight` steigern.
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Diese Zusammenhänge sind besonders wichtig, wenn Ergebnisse weiterverwendet werden. Ein plausibler `Roll Diameter` allein reicht nicht aus, wenn das daraus entstehende `Roll Weight` für Handling oder Transport problematisch ist. Umgekehrt kann ein akzeptables `Roll Weight` nicht bedeuten, dass die Rolle geometrisch in ein Transportmittel passt. Für eine belastbare Bewertung müssen Geometrie, Materialeigenschaften und Transportbedingungen gemeinsam betrachtet werden.
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## Herkunft und Qualität der Eingaben
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Die Eingaben in RollCalc stammen typischerweise aus verschiedenen Quellen. Einige Werte werden geplant, andere gemessen, wieder andere kommen aus Artikeldaten oder technischen Stammdaten.
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Geplante Werte sind beispielsweise eine gewünschte `Product Length` oder eine vorgegebene `Roll Width`. Gemessene Werte können ein tatsächlicher `Roll Diameter` oder ein bekannter `Core Diameter` einer vorhandenen Rolle sein. Stammdaten liefern häufig `Product Thickness` und `Area Weight`.
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Diese Herkunft ist für die Interpretation wichtig. Ein gemessener Wert kann Messabweichungen enthalten. Ein Stammdatenwert kann nominal sein und von realen Materialeigenschaften abweichen. Ein geplanter Wert kann auf Annahmen beruhen, die in der Produktion oder beim Transport später relevant werden.
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RollCalc arbeitet mit den eingegebenen Werten. Deshalb beginnt eine gute Bewertung nicht beim Ergebnis, sondern beim Verständnis der verwendeten Eingangsgrößen.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - Einheiten vor jeder Bewertung prüfen, besonders bei `Product Thickness`, `Product Length` und `Roll Width`.
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> - `Product Thickness` und `Area Weight` aus Artikeldaten immer plausibilisieren.
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> - Gemessene `Roll Diameter` können von nominal erwarteten Werten abweichen.
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> - Kleine Änderungen der `Product Thickness` können den berechneten `Roll Diameter` deutlich beeinflussen.
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> - `Roll Weight` immer im Zusammenhang mit `Roll Width`, `Product Length` und `Area Weight` betrachten.
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> - Für Transportfragen reichen Einzelwerte nicht aus; `Geometry`, `Weight` und Randbedingungen müssen gemeinsam geprüft werden.
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*Abbildung 2: Vorgesehene Übersichtsgrafik zum Gesamtfluss von `Core Diameter` über `Roll Diameter` und `Roll Weight` bis zu `Forklift Check` und `Load Optimizer`.*
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*Abbildung 3: Vorgesehene Detaildarstellung der zwei zentralen Wirkzusammenhänge: `Core Diameter`, `Product Thickness` und `Product Length` bestimmen den erwarteten `Roll Diameter`; `Roll Width`, `Product Length` und `Area Weight` bestimmen das `Roll Weight`.*
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**Im nächsten Kapitel** wird beschrieben, wie diese Grundlagen für die Auslegung einer neuen Rolle in Produktion oder Planung angewendet werden.
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# 3. Neue Rolle für Produktion oder Planung auslegen
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## Ziel
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Dieser Workflow dient dazu, für eine geplante Rolle den erwarteten `Roll Diameter` und, wenn die Gewichtsdaten bekannt sind, das zugehörige `Roll Weight` zu bewerten. Er ist der zentrale Einstieg in RollCalc, weil die hier berechneten Rollendaten auch für spätere Bewertungen wie `Forklift Check` und `Load Optimizer` benötigt werden.
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Im Mittelpunkt steht die Frage, ob eine geplante Rolle technisch plausibel ist. Eine Rolle wird dabei nicht nur über ihre gewünschte `Product Length` betrachtet. Entscheidend ist, wie `Core Diameter`, `Product Thickness`, `Product Length`, `Roll Width` und `Area Weight` zusammenwirken. Erst daraus ergibt sich, ob der erwartete `Roll Diameter` und das resultierende `Roll Weight` für Produktion, Handling und Transport sinnvoll erscheinen.
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## Typischer Anwendungsfall
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Der Workflow wird verwendet, wenn eine neue Rolle für Produktion, Planung oder technische Prüfung ausgelegt werden soll. Typisch ist eine Situation, in der eine gewünschte `Product Length` bekannt ist und abgeschätzt werden muss, welchen `Roll Diameter` diese Länge auf einem bestimmten `Core Diameter` erzeugt.
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In der Produktionsplanung unterstützt dieser Workflow die Einschätzung, ob eine geplante Rolle zu bekannten Produktions- oder Handlingsgrenzen passt. In der technischen Angebotsprüfung kann er helfen, früh zu erkennen, ob eine angefragte Rollenlänge realistische Rollengrößen erzeugt. In der Versandvorbereitung liefert er die Basisdaten, die später im `Load Optimizer` benötigt werden.
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Der Workflow ist besonders dann relevant, wenn die geplante Rolle nicht isoliert bewertet werden soll. Ein rechnerisch plausibler `Roll Diameter` ist nur ein Teil der Bewertung. Wenn zusätzlich `Roll Width` und `Area Weight` bekannt sind, zeigt das `Roll Weight`, ob die Rolle auch aus Handling- oder Transportperspektive auffällig werden könnte.
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## Voraussetzungen
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Für eine sinnvolle Auslegung muss klar sein, welches Produkt betrachtet wird und welche Materialdaten zu diesem Produkt gehören. Besonders wichtig ist eine plausible `Product Thickness`, weil sie den berechneten `Roll Diameter` direkt beeinflusst. Wenn `Article Number (optional)` verwendet wird, können technische Werte aus den Artikeldaten übernommen werden.
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Außerdem muss der verwendete `Core Diameter` bekannt sein. Der `Core Diameter` ist nicht nur eine formale Eingabe, sondern Teil der Rollengeometrie. Ein anderer Kern kann bei gleicher `Product Length` und gleicher `Product Thickness` zu einer anderen äußeren Rollengeometrie führen.
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Wenn das `Roll Weight` bewertet werden soll, müssen zusätzlich `Roll Width` und `Area Weight` bekannt sein. Ohne diese Werte kann RollCalc zwar den `Roll Diameter` abschätzen, aber keine vollständige Gewichts- und Transportbewertung vorbereiten.
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## Benötigte Eingaben
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Für die Berechnung des `Roll Diameter` sind im Workflow `Direct Calculation` mit `Calculation Mode` `Roll Diameter` insbesondere drei Größen erforderlich: `Core Diameter`, `Product Thickness` und `Product Length`.
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Der `Core Diameter` beschreibt den inneren Kern der Rolle. Er stammt typischerweise aus Produktionsstandard, Produktspezifikation oder bekannter Rollenausführung. Der Wert muss zur real verwendeten Kernart passen.
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Die `Product Thickness` beschreibt die Materialdicke. Sie stammt häufig aus Artikeldaten oder technischen Stammdaten. Da sie den `Roll Diameter` stark beeinflusst, ist sie für diesen Workflow besonders kritisch. Wenn ein Toleranz- oder Streuungswert verfügbar ist, kann dieser helfen, Ergebnisbereiche besser einzuordnen.
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Die `Product Length` beschreibt die geplante Länge des Produkts auf der Rolle. Sie ist die zentrale Planungsgröße dieses Workflows. Eine größere `Product Length` führt bei sonst gleichen Bedingungen zu einem größeren `Roll Diameter` und, bei bekannter `Roll Width` und bekanntem `Area Weight`, zu einem höheren `Roll Weight`.
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Für die zusätzliche Gewichtsbewertung werden `Roll Width` und `Area Weight` benötigt. Die `Roll Width` beschreibt die Breite der Rolle. Das `Area Weight` beschreibt das Flächengewicht des Produkts. Zusammen mit der `Product Length` bestimmen sie das `Calculated Weight`, das als `Roll Weight` für weitere Bewertungen verwendet wird.
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## Durchführung
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Die Auslegung erfolgt im Bereich `Direct Calculation` mit dem `Calculation Mode` `Roll Diameter`. In diesem Modus wird eine geplante `Product Length` in einen erwarteten `Roll Diameter` übersetzt. Die Eingaben beschreiben dabei nicht einzelne, unabhängige Felder, sondern eine technische Situation: ein bestimmtes Produkt, auf einem bestimmten `Core Diameter`, mit bekannter `Product Thickness` und geplanter Länge.
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Wenn ein passender Artikel vorhanden ist, kann die Artikelauswahl helfen, `Product Thickness` und `Area Weight` vorzubelegen. Entscheidend ist, dass die verwendeten Werte zum betrachteten Produkt und zur konkreten Anwendung passen.
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Nach der Eingabe der geometrischen Werte zeigt RollCalc den berechneten `Roll Diameter`. Wenn `Roll Width` und `Area Weight` ergänzt werden, wird zusätzlich das `Calculated Weight` bestimmt. Dieses Gewicht ist für die spätere Bewertung wichtig, weil es in `Forklift Check` und `Load Optimizer` weiterverwendet wird.
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Der Workflow sollte deshalb nicht als reine Durchmesserberechnung verstanden werden. Er erzeugt die technischen Grunddaten einer geplanten Rolle. Diese Grunddaten können anschließend für Handling, Transport und Plausibilitätsprüfung genutzt werden.
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## Ergebnisbild
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Das zentrale Ergebnis ist der berechnete `Roll Diameter`. Er beschreibt, welchen äußeren Durchmesser die geplante Rolle unter den eingegebenen Annahmen erreicht. Wenn Toleranz- oder Bereichsinformationen vorhanden sind, kann RollCalc zusätzlich einen Ergebnisbereich anzeigen. Dieser Bereich hilft, die Unsicherheit der Materialdaten besser zu verstehen.
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Wenn `Roll Width` und `Area Weight` angegeben sind, ergänzt das `Calculated Weight` die Bewertung. Dieses Ergebnis beschreibt das rechnerische `Roll Weight` der geplanten Rolle. Es ist nicht nur eine Zusatzinformation, sondern eine wichtige Grundlage für die praktische Bewertung der Rolle.
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Je nach Produkt und Gewicht kann außerdem ein `Forklift Check` erscheinen. Dieser Hinweis gehört bereits zur praktischen Einordnung des Ergebnisses. Er zeigt, dass die Auslegung einer Rolle nicht bei Geometrie endet, sondern auch Handling-Anforderungen auslösen kann.
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## Interpretation
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Ein plausibler `Roll Diameter` bedeutet zunächst nur, dass die eingegebenen geometrischen Werte rechnerisch zueinander passen. Er sagt noch nicht allein aus, ob die Rolle für Produktion, Handling oder Transport geeignet ist.
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Der berechnete `Roll Diameter` sollte mit bekannten Erfahrungswerten, Produktspezifikationen oder Referenzrollen verglichen werden. Wenn eine geplante Rolle deutlich größer oder kleiner ausfällt als erwartet, ist die Ursache häufig in `Product Length`, `Product Thickness` oder `Core Diameter` zu suchen.
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Das `Roll Weight` sollte immer gemeinsam mit `Roll Diameter` betrachtet werden. Eine Rolle kann geometrisch unauffällig wirken, aber durch große `Roll Width`, hohe `Product Length` oder hohes `Area Weight` schwer werden. Umgekehrt kann eine große Rolle ein moderates Gewicht haben, wenn das Material leicht ist.
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Für spätere Transportbewertungen ist wichtig: Der `Load Optimizer` benötigt belastbare Werte für `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight`. Fehler oder unplausible Annahmen in diesem ersten Workflow wirken sich direkt auf die spätere `Capacity Summary` und `Capacity Analysis` aus.
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## Plausibilitätscheck
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Vor der Weiterverwendung der Ergebnisse sollten die Eingaben und Ausgaben fachlich geprüft werden. Der erste Plausibilitätscheck betrifft die Einheiten. `Core Diameter`, `Product Thickness` und `Roll Diameter` werden in Millimetern betrachtet, `Product Length` und `Roll Width` in Metern, `Area Weight` in g/m² und `Roll Weight` in kg.
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Der zweite Plausibilitätscheck betrifft die Größenordnung. Ein kleiner Eingabefehler bei der `Product Thickness` kann den `Roll Diameter` deutlich verändern. Eine falsche `Product Length` wirkt sich sowohl auf `Roll Diameter` als auch auf `Roll Weight` aus. Ein falsches `Area Weight` beeinflusst das Gewicht und damit alle nachgelagerten Handling- und Transportbewertungen.
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Der dritte Plausibilitätscheck betrifft den Produktbezug. Wenn Artikeldaten verwendet werden, müssen `Product Thickness` und `Area Weight` zum betrachteten Produkt, zur betrachteten Ausführung und zur realen Produktionsannahme passen. Stammdaten können hilfreich sein, sollten aber nicht ohne fachliche Prüfung als endgültig betrachtet werden.
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Der vierte Plausibilitätscheck betrifft das Ergebnis. Der berechnete `Roll Diameter` und das `Calculated Weight` sollten mit bekannten Rollen, Erfahrungswerten oder erwarteten Grenzwerten verglichen werden. Abweichungen sind nicht automatisch falsch, sollten aber erklärt werden können.
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## Typische Fehler
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Ein häufiger Fehler ist die Verwendung falscher Einheiten. Besonders kritisch sind Verwechslungen zwischen Millimetern und Metern oder unplausible Dezimalstellen bei `Product Thickness`. Solche Fehler können rechnerisch gültige, aber fachlich unbrauchbare Ergebnisse erzeugen.
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Ein weiterer typischer Fehler ist die ungeprüfte Übernahme von Artikeldaten. Wenn `Product Thickness` oder `Area Weight` nicht zum betrachteten Produkt passen, können `Roll Diameter` und `Roll Weight` plausibel aussehen, aber für den konkreten Anwendungsfall falsch sein.
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Auch ein falscher `Core Diameter` kann das Ergebnis verzerren. Der Kern ist Teil der Rollengeometrie. Wenn der angenommene `Core Diameter` nicht zur realen Rolle passt, wird auch der berechnete Zusammenhang zwischen `Product Length` und `Roll Diameter` ungenau.
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Bei der Gewichtsbewertung entstehen Fehler häufig dadurch, dass `Roll Width` oder `Area Weight` fehlen oder nicht zum betrachteten Produkt passen. In diesem Fall kann zwar der `Roll Diameter` berechnet werden, aber die spätere Bewertung über `Forklift Check` oder `Load Optimizer` ist nicht vollständig belastbar.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - `Product Thickness` besonders sorgfältig prüfen; kleine Abweichungen können den `Roll Diameter` deutlich verändern.
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> - `Roll Diameter` immer mit bekannten Referenzrollen oder Erfahrungswerten vergleichen.
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> - `Calculated Weight` nicht als Nebenergebnis behandeln; es ist relevant für Handling und Transport.
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> - Artikeldaten als Unterstützung nutzen, aber `Product Thickness` und `Area Weight` fachlich plausibilisieren.
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> - Vor dem `Load Optimizer` sicherstellen, dass `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight` plausibel sind.
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> - Auffällige Ergebnisse zuerst über Eingaben und Produktbezug erklären, bevor sie weiterverwendet werden.
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*Abbildung 4: `Direct Calculation` im `Calculation Mode` `Roll Diameter` zur Auslegung einer neuen Rolle mit `Core Diameter`, `Product Thickness`, `Product Length` sowie optionaler Bewertung von `Roll Weight`.*
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## Merksatz
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Eine neue Rolle ist erst dann technisch sinnvoll beschrieben, wenn `Roll Diameter` und `Roll Weight` gemeinsam betrachtet werden. Für spätere Bewertungen im `Forklift Check` und `Load Optimizer` sind vor allem belastbare Werte für `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight` entscheidend.
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**Im nächsten Kapitel** wird beschrieben, wie unter vorgegebenen Durchmesser- und Gewichtsgrenzen die maximal zulässige `Product Length` bestimmt wird.
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# 4. Maximal zulässige Rollenlänge unter Durchmesser- und Gewichtsgrenzen bestimmen
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## Ziel
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Dieser Workflow beschreibt den `Calculation Mode` `Target Diameter`. Der Name des UI-Modus verweist auf den technischen Zielwert, der fachliche Zweck des Workflows ist jedoch breiter: RollCalc bestimmt die maximal zulässige `Product Length`, die unter vorgegebenen Randbedingungen für `Max. Roll Diameter` und `Max. Roll Weight` möglich ist.
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Der Workflow dient damit der Auslegung einer einzelnen Rolle innerhalb technischer Grenzen. Er ist keine Transportoptimierung und beantwortet nicht die Frage, wie viele Rollen in einen Container oder LKW passen. Diese Frage gehört zum `Load Optimizer`. `Target Diameter` bewertet dagegen, wie groß eine einzelne Rolle werden darf, bevor eine der vorgegebenen Rollen- oder Gewichtsgrenzen erreicht wird.
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## Typischer Anwendungsfall
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Der Workflow wird verwendet, wenn eine geplante Rolle nicht frei über eine gewünschte `Product Length` definiert werden kann, sondern technische Ober- oder Untergrenzen einzuhalten sind.
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Ein typischer Fall ist eine Kundenvorgabe für einen maximal zulässigen `Roll Diameter`. Die Rolle darf dann eine bestimmte äußere Größe nicht überschreiten, auch wenn aus Produktionssicht eine längere Rolle möglich wäre. RollCalc hilft in diesem Fall, die erreichbare `Product Length` innerhalb dieser Durchmessergrenze abzuschätzen.
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Ein weiterer Anwendungsfall entsteht durch Produktionsanlagen oder interne Handlingprozesse. Wenn eine Anlage nur bestimmte Rollengrößen verarbeiten kann oder ein Handlingprozess ein maximales `Roll Weight` vorgibt, muss die Rollenauslegung beide Aspekte berücksichtigen. Eine Rolle kann geometrisch zulässig sein, aber gewichtstechnisch zu groß werden.
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Der Workflow ist auch relevant, wenn eine `Minimum Product Length` gefordert ist. In diesem Fall zeigt RollCalc, ob die maximal zulässige Auslegung die Mindestanforderung erreicht oder ob die technischen Grenzen eine kürzere Rolle erzwingen.
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## Voraussetzungen
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Für diesen Workflow müssen sowohl die geometrischen Eigenschaften des Produkts als auch die gewichtsbezogenen Eigenschaften ausreichend bekannt sein. Der `Target Diameter`-Workflow betrachtet nicht nur den äußeren Durchmesser. Er kann gleichzeitig prüfen, ob die Auslegung durch `Max. Roll Diameter` oder durch `Max. Roll Weight` begrenzt wird.
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Geometrisch benötigt RollCalc mindestens `Core Diameter`, `Product Thickness` und `Max. Roll Diameter`. Diese Größen beschreiben, wie viel Material auf dem Kern aufgewickelt werden kann, bevor die vorgegebene äußere Rollengröße erreicht wird.
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Für die Gewichtsbewertung benötigt RollCalc zusätzlich `Roll Width`, `Area Weight` und `Max. Roll Weight`. Diese Größen beschreiben, welches `Roll Weight` bei einer bestimmten `Product Length` entsteht und wann die vorgegebene Gewichtsgrenze erreicht wird.
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Wenn eine `Minimum Product Length` relevant ist, wird sie als fachliche Mindestanforderung einbezogen. Sie begrenzt die Rolle nicht nach oben, sondern dient als Vergleichswert: Die berechnete maximal zulässige Länge muss groß genug sein, um diese Mindestanforderung zu erfüllen.
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## Benötigte Eingaben
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Der `Core Diameter` beschreibt den Rollenkern und bildet die innere geometrische Grenze der Rolle. Ein größerer `Core Diameter` verändert die verfügbare Wickelgeometrie und beeinflusst, welche `Product Length` bis zum `Max. Roll Diameter` möglich ist.
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Die `Product Thickness` beschreibt, wie stark das Produkt beim Aufwickeln den äußeren `Roll Diameter` anwachsen lässt. Sie ist in diesem Workflow besonders kritisch, weil sie direkt bestimmt, wie schnell die vorgegebene Durchmessergrenze erreicht wird.
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Die `Roll Width` ist für die Gewichtsbewertung erforderlich. Sie verändert nicht den `Roll Diameter`, beeinflusst aber das `Roll Weight`. Eine größere `Roll Width` führt bei gleicher `Product Length` und gleichem `Area Weight` zu einem höheren Gewicht.
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Das `Area Weight` beschreibt das Flächengewicht des Produkts. Zusammen mit `Roll Width` und `Product Length` bestimmt es das resultierende `Roll Weight`. Wenn das `Area Weight` zu hoch oder falsch angesetzt ist, kann die Gewichtsgrenze rechnerisch zu früh erreicht werden.
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Der `Max. Roll Diameter` ist die geometrische Obergrenze. Er beschreibt, wie groß die Rolle außen maximal werden darf. Diese Grenze kann aus Kundenvorgaben, Produktionsbedingungen, Verpackung, Handling oder Transportanforderungen stammen.
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Das `Max. Roll Weight` ist die gewichtsbezogene Obergrenze. Es beschreibt, welches `Roll Weight` für die geplante Rolle maximal zulässig ist. Diese Grenze kann durch Handling, interne Transportmittel, Verpackung oder externe Anforderungen vorgegeben sein.
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Die `Minimum Product Length` beschreibt eine fachliche Mindestanforderung an die Rolle. Sie wird nicht verwendet, um die Rolle größer zu machen. Sie dient dazu, die berechnete `Maximum Allowed Product Length` einzuordnen: Ist die maximal zulässige Länge kleiner als die Mindestanforderung, ist die Auslegung unter den gewählten Grenzen nicht ausreichend.
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## Durchführung
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Der Workflow wird im Bereich `Direct Calculation` mit dem `Calculation Mode` `Target Diameter` betrachtet. Fachlich wird dabei nicht zuerst eine gewünschte `Product Length` vorgegeben, sondern eine zulässige Obergrenze für die Rolle definiert.
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RollCalc betrachtet zwei mögliche Begrenzungen. Die erste Begrenzung ist geometrisch: Wie viel `Product Length` ist möglich, bis der `Max. Roll Diameter` erreicht wird? Die zweite Begrenzung ist gewichtsbezogen: Wie viel `Product Length` ist möglich, bis das `Max. Roll Weight` erreicht wird?
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Die maximal zulässige Auslegung ergibt sich aus der strengeren dieser beiden Randbedingungen. Wenn die Durchmessergrenze zuerst erreicht wird, bestimmt der `Max. Roll Diameter` das Ergebnis. Wenn die Gewichtsgrenze zuerst erreicht wird, bestimmt das `Max. Roll Weight` das Ergebnis. Wenn beide Grenzen praktisch gleichzeitig erreicht werden, zeigt das Ergebnis, dass Durchmesser und Gewicht gemeinsam maßgeblich sind.
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Die `Minimum Product Length` wird anschließend zur Einordnung herangezogen. Sie zeigt, ob die berechnete `Maximum Allowed Product Length` die Mindestanforderung erfüllt oder ob die vorgegebenen Grenzen eine technisch sinnvolle Auslegung verhindern.
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## Ergebnisbild
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Das zentrale Ergebnis ist `Maximum Allowed Product Length`. Dieser Wert beschreibt die maximal mögliche `Product Length` unter den eingegebenen Randbedingungen. Er ist keine optimale Rolle, sondern die zulässige Obergrenze innerhalb der vorgegebenen technischen Grenzen.
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Zusätzlich zeigt RollCalc den `Resulting Roll Diameter`. Dieser Wert beschreibt, welchen `Roll Diameter` die Rolle bei der berechneten `Maximum Allowed Product Length` erreicht. Wenn der `Max. Roll Diameter` die begrenzende Randbedingung ist, liegt dieser Wert nahe an der vorgegebenen Durchmessergrenze.
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Das Ergebnis `Resulting weight` beschreibt das berechnete `Roll Weight` bei der zulässigen `Product Length`. Wenn das `Max. Roll Weight` die begrenzende Randbedingung ist, liegt dieser Wert nahe an der vorgegebenen Gewichtsgrenze.
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Die Angaben `Minimum length` und `Difference` helfen bei der Bewertung der Mindestanforderung. `Minimum length` zeigt die vorgegebene `Minimum Product Length`. `Difference` zeigt, wie weit die berechnete maximal zulässige Länge über oder unter dieser Mindestanforderung liegt.
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Der `Limiting factor` zeigt, welche Randbedingung das Ergebnis bestimmt. Mögliche Ursachen sind `Diameter`, `Weight` oder eine gemeinsame Begrenzung durch beide Randbedingungen. Die `Utilization` zeigt ergänzend, wie stark die Durchmesser- und Gewichtsgrenzen bei der berechneten Auslegung ausgeschöpft werden.
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## Interpretation
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Die wichtigste Frage bei diesem Workflow lautet: Welche Randbedingung bestimmt die maximal zulässige `Product Length`?
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Wenn `Diameter` der `Limiting factor` ist, wird der `Max. Roll Diameter` zuerst erreicht. Eine längere Rolle würde die zulässige äußere Rollengröße überschreiten, auch wenn aus Gewichtssicht noch Spielraum vorhanden sein kann.
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Wenn `Weight` der `Limiting factor` ist, wird das `Max. Roll Weight` zuerst erreicht. Eine längere Rolle wäre geometrisch möglicherweise noch möglich, würde aber die zulässige Gewichtsgrenze überschreiten.
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Wenn Durchmesser und Gewicht gemeinsam begrenzen, sind beide Randbedingungen praktisch gleichzeitig wirksam. In diesem Fall ist die Auslegung eng an beiden Grenzen und sollte besonders sorgfältig bewertet werden.
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Wenn die berechnete `Maximum Allowed Product Length` unter der `Minimum Product Length` liegt, ist die Auslegung unter den eingegebenen Grenzen nicht ausreichend. Das bedeutet nicht, dass RollCalc keine Lösung findet. Es bedeutet, dass die vorgegebenen Randbedingungen die gewünschte Mindestlänge nicht zulassen.
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## Plausibilitätscheck
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Besonders kritisch ist die `Product Thickness`. Sie beeinflusst, wie schnell der `Roll Diameter` mit zunehmender `Product Length` anwächst. Ein zu hoher oder zu niedriger Wert verschiebt die berechnete `Maximum Allowed Product Length` direkt.
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Auch das `Area Weight` muss zur betrachteten Produktausführung passen. Zusammen mit `Roll Width` bestimmt es, wie schnell das `Roll Weight` mit zunehmender `Product Length` steigt. Fehler in diesen beiden Eingaben wirken sich direkt auf die Bewertung des `Max. Roll Weight` aus.
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Die Grenzwerte selbst müssen realistisch sein. Ein sehr niedriger `Max. Roll Diameter` oder ein sehr niedriges `Max. Roll Weight` kann dazu führen, dass die berechnete `Maximum Allowed Product Length` unter der geforderten `Minimum Product Length` liegt. In diesem Fall sollte nicht nur das Ergebnis betrachtet werden, sondern auch die technische Angemessenheit der Grenzwerte.
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Die `Minimum Product Length` sollte als fachliche Anforderung verstanden werden. Sie erhöht die zulässige Länge nicht, sondern zeigt, ob die errechnete Grenze zur gewünschten Auslegung passt.
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## Typische Fehler
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Ein häufiges Missverständnis besteht darin, den `Target Diameter`-Workflow als Transportoptimierung zu lesen. Dieser Workflow beantwortet nicht die Frage, wie viele Rollen in einen Container passen. Er beantwortet ausschließlich, wie groß eine einzelne Rolle unter vorgegebenen technischen Randbedingungen werden darf.
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Ein weiterer Fehler ist die isolierte Betrachtung des `Max. Roll Diameter`. Eine Rolle kann die Durchmessergrenze einhalten und trotzdem durch das `Max. Roll Weight` begrenzt sein. Umgekehrt kann das Gewicht zulässig sein, während der `Roll Diameter` bereits die Grenze erreicht.
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Typisch sind auch unplausible Grenzwerte. Wenn `Max. Roll Diameter`, `Max. Roll Weight` oder `Minimum Product Length` nicht aus einer realen Anforderung stammen, kann das Ergebnis formal korrekt, aber fachlich wenig aussagekräftig sein.
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Bei der Gewichtsbewertung entstehen Fehler häufig durch fehlende oder falsche Werte für `Roll Width` und `Area Weight`. Ohne belastbare Gewichtsdaten kann die Rolle nicht sinnvoll gegen `Max. Roll Weight` bewertet werden.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - `Target Diameter` als Grenzwertworkflow verstehen, nicht als Transportanalyse.
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> - `Max. Roll Diameter` und `Max. Roll Weight` immer gemeinsam betrachten.
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> - `Minimum Product Length` als Mindestanforderung prüfen, nicht als zusätzliche Berechnungsreserve.
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> - `Product Thickness`, `Roll Width` und `Area Weight` besonders sorgfältig auf Produktbezug prüfen.
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> - Wenn `Maximum Allowed Product Length` unerwartet niedrig ist, zuerst den `Limiting factor` prüfen.
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> - Für Container- oder LKW-Fragen anschließend den `Load Optimizer` verwenden.
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*Abbildung 5: `Direct Calculation` im `Calculation Mode` `Target Diameter` zur Bestimmung der `Maximum Allowed Product Length` unter Vorgaben für `Max. Roll Diameter`, `Max. Roll Weight` und `Minimum Product Length`.*
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## Merksatz
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`Target Diameter` bestimmt keine optimale Transportbeladung, sondern die maximal zulässige `Product Length` einer einzelnen Rolle innerhalb vorgegebener Durchmesser- und Gewichtsgrenzen. Entscheidend ist der `Limiting factor`: Er zeigt, ob `Diameter`, `Weight` oder beide Randbedingungen gemeinsam die Auslegung begrenzen.
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**Im nächsten Kapitel** wird das `Roll Weight` als Verbindung zwischen Rollenberechnung, Handling und späterer Transportbewertung eingeordnet.
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# 5. Rollengewicht und Handling-Anforderungen bewerten
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## Ziel
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Dieses Kapitel beschreibt, wie RollCalc das `Roll Weight` bewertet und warum dieses Ergebnis für Produktion, Handling und Transport eine zentrale Kenngröße ist. Das `Roll Weight` verbindet die geometrische Rollenberechnung mit der praktischen Frage, ob eine Rolle handhabbar, intern bewegbar und für spätere Transportanalysen geeignet ist.
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Der Workflow betrachtet nicht nur eine rechnerische Gewichtsausgabe. Er zeigt, welche Eingangsgrößen das `Roll Weight` bestimmen und warum das Gewicht einer Rolle nicht allein aus dem `Roll Diameter` abgeleitet werden kann. Eine Rolle mit gleichem `Roll Diameter` kann je nach `Roll Width`, `Area Weight` und `Product Length` deutlich unterschiedliche Gewichte besitzen.
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## Typischer Anwendungsfall
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Der Workflow wird verwendet, wenn bereits während der Produktionsplanung abgeschätzt werden soll, welches `Roll Weight` eine geplante Rolle erreichen wird. Das ist besonders wichtig, wenn große Rollen, breite Rollen oder Produkte mit hohem `Area Weight` geplant werden.
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In der Produktionsplanung hilft das `Roll Weight`, eine geplante Rolle nicht nur geometrisch, sondern auch praktisch einzuordnen. Ein plausibler `Roll Diameter` reicht nicht aus, wenn das resultierende Gewicht für Handling oder interne Abläufe auffällig wird.
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In der Qualitätskontrolle oder technischen Prüfung kann das `Roll Weight` helfen, eine vorhandene oder geplante Rolle mit Erwartungswerten zu vergleichen. Wenn das Gewicht deutlich von typischen Rollen abweicht, liegt die Ursache häufig in `Product Length`, `Roll Width` oder `Area Weight`.
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Für die Versandplanung ist das `Roll Weight` eine wichtige Vorbedingung. Der `Load Optimizer` benötigt ein belastbares Gewicht, um `Weight`, `Payload Util. %` und die tatsächliche Transportkapazität zu bewerten.
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## Voraussetzungen
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Für die Berechnung des `Roll Weight` müssen drei Größen bekannt sein: `Product Length`, `Roll Width` und `Area Weight`. Diese Größen beschreiben gemeinsam, wie viel Produktfläche auf der Rolle liegt und welches Gewicht diese Fläche erzeugt.
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Die `Product Length` beschreibt, wie viel Material auf der Rolle vorhanden ist. Eine längere Rolle enthält mehr Produktfläche und erhöht deshalb das `Roll Weight`.
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Die `Roll Width` beschreibt die Breite der Rolle. Eine breitere Rolle enthält bei gleicher `Product Length` mehr Produktfläche und wird entsprechend schwerer.
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Das `Area Weight` beschreibt das Flächengewicht des Produkts. Es bestimmt, welches Gewicht eine gegebene Produktfläche erzeugt. Ein höheres `Area Weight` führt bei gleicher `Product Length` und gleicher `Roll Width` zu einem höheren `Roll Weight`.
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## Benötigte Eingaben
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Die `Product Length` ist die Längengröße, auf deren Basis die Produktfläche der Rolle entsteht. Sie kann aus einer geplanten Rollenauslegung stammen oder aus einer vorhandenen Rolle abgeleitet werden. Ihr Einfluss auf das `Roll Weight` ist direkt: Mehr Länge bedeutet mehr Produktfläche und damit mehr Gewicht.
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Die `Roll Width` stammt typischerweise aus Produktausführung, Artikelbezeichnung, Produktionsplanung oder Stammdaten. Sie ist für die Gewichtsbewertung unverzichtbar, weil zwei Rollen mit gleicher `Product Length` und gleichem `Area Weight` unterschiedlich schwer sein können, wenn ihre `Roll Width` abweicht.
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Das `Area Weight` stammt häufig aus Artikelstammdaten oder technischen Produktspezifikationen. Es sollte bei Bedarf überprüft werden, insbesondere wenn das berechnete `Roll Weight` ungewöhnlich wirkt oder wenn Artikeldaten aus automatisch erzeugten Datenquellen stammen. Ein falsches `Area Weight` verschiebt das berechnete Gewicht direkt.
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Das Ergebnis wird in RollCalc als `Calculated Weight` angezeigt und entspricht dem rechnerischen `Roll Weight` für die eingegebenen Daten. Dieses Ergebnis kann anschließend für `Forklift Check`, `Target Diameter` und `Load Optimizer` relevant werden.
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## Durchführung
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Fachlich betrachtet verbindet die Gewichtsberechnung eine geometrische Größe mit einer Materialeigenschaft. `Product Length` und `Roll Width` beschreiben die Produktfläche auf der Rolle. Das `Area Weight` beschreibt, welches Gewicht diese Fläche erzeugt.
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RollCalc verwendet diese drei Größen gemeinsam, um das `Calculated Weight` zu bestimmen. Der Workflow ist deshalb nicht unabhängig von der Rollenberechnung. Wenn die `Product Length` aus einer vorherigen Berechnung stammt, wirkt sich jede Änderung an dieser Länge auch auf das `Roll Weight` aus.
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Wenn `Roll Width` oder `Area Weight` aus Artikeldaten übernommen werden, entsteht eine direkte Verbindung zwischen Stammdaten und Gewichtsbewertung. Deshalb sollte bei auffälligen Ergebnissen zuerst geprüft werden, ob diese beiden Werte zum betrachteten Produkt passen.
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## Ergebnisbild
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Das zentrale Ergebnis ist `Calculated Weight`. Es beschreibt das rechnerische `Roll Weight` der betrachteten Rolle in kg. Dieses Ergebnis ergänzt `Roll Diameter` und `Product Length` um eine handling- und transportrelevante Kenngröße.
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Das `Calculated Weight` steht nicht isoliert neben den übrigen Ergebnissen. Es ist Teil der technischen Bewertung derselben Rolle. Wenn eine geplante Rolle über `Roll Diameter` und `Product Length` beschrieben wird, zeigt das `Roll Weight`, welche praktische Gewichtsgröße daraus entsteht.
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Das Ergebnis kann außerdem weitere Hinweise auslösen. Wenn das berechnete Gewicht in einem relevanten Bereich liegt, kann der `Forklift Check` angezeigt werden. Dieser Hinweis ordnet das Gewicht aus Handling-Sicht ein.
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## Forklift Check
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Der `Forklift Check` ist ein technischer Hinweis auf mögliche Handling-Anforderungen. Er wird auf Basis des berechneten `Roll Weight`, des `Core Diameter` und der anwendbaren Produktregeln bewertet.
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Der `Forklift Check` ist keine allgemeine Freigabe und keine abschließende Sperre. Er ersetzt keine technische oder organisatorische Prüfung des konkreten Handlingprozesses. Er macht lediglich sichtbar, dass das berechnete `Roll Weight` besondere Aufmerksamkeit erfordern kann.
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Wichtig ist die fachliche Einordnung: Der Hinweis sagt nicht, dass eine Rolle automatisch transportfähig oder nicht transportfähig ist. Er zeigt, dass Gewicht und Rollenausführung im Zusammenhang mit Handling betrachtet werden müssen. Die endgültige Bewertung bleibt abhängig von realen Betriebsmitteln, internen Abläufen und der konkreten Situation.
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## Interpretation
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Das `Roll Weight` sollte nie isoliert betrachtet werden. Zwei Rollen können denselben `Roll Diameter` besitzen und trotzdem deutlich unterschiedliche Gewichte haben. Ursache können unterschiedliche `Roll Width`, unterschiedliche `Area Weight` oder unterschiedliche `Product Length` sein.
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Ein großer `Roll Diameter` bedeutet deshalb nicht automatisch ein hohes `Roll Weight`. Ebenso bedeutet ein moderater `Roll Diameter` nicht automatisch, dass die Rolle leicht ist. Besonders breite Rollen oder Produkte mit hohem `Area Weight` können auch bei unauffälliger Geometrie relevante Gewichte erreichen.
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Für die weitere Bewertung ist entscheidend, dass `Roll Weight` die Brücke zwischen Rollenberechnung und praktischer Anwendung bildet. Es beeinflusst den `Forklift Check`, mögliche Grenzwertbetrachtungen im `Target Diameter`-Workflow und die spätere Transportanalyse im `Load Optimizer`, die in Kapitel 7 beschrieben wird.
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## Plausibilitätscheck
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Vor der Weiterverwendung des `Roll Weight` sollten vor allem `Area Weight`, `Roll Width` und `Product Length` geprüft werden.
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Das `Area Weight` muss zur betrachteten Produktausführung passen. Wenn es aus Artikelstammdaten stammt, sollte geprüft werden, ob der Wert zur konkreten Rolle und zum betrachteten Material gehört.
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Die `Roll Width` muss der tatsächlichen Rollenbreite entsprechen. Eine falsche Breite verändert das `Roll Weight` direkt und kann spätere Bewertungen im `Load Optimizer` zusätzlich geometrisch beeinflussen.
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Die `Product Length` sollte realistisch sein. Wenn sie aus einer vorherigen Berechnung stammt, muss auch diese Ausgangsberechnung plausibel sein. Fehler in der Länge wirken sich unmittelbar auf das Gewicht aus.
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## Typische Fehler
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Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass der `Roll Diameter` allein beschreibt, ob eine Rolle schwer oder leicht ist. Das ist nicht ausreichend. Das `Roll Weight` hängt wesentlich von `Roll Width`, `Product Length` und `Area Weight` ab.
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Ein weiteres Missverständnis besteht darin, das `Calculated Weight` als reine Zusatzinformation zu betrachten. Tatsächlich ist es eine zentrale Eingangsgröße für spätere Handling- und Transportbewertungen.
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Typisch ist auch die Verwendung eines unpassenden `Area Weight`. Wenn der Wert nicht zur Produktausführung passt, kann das berechnete `Roll Weight` plausibel aussehen, aber für die konkrete Rolle falsch sein.
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Eine geometrisch passende Rolle kann für Handling oder interne Bewegung dennoch auffällig sein. Deshalb sollten `Roll Diameter` und `Roll Weight` gemeinsam bewertet werden.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - `Roll Weight` immer gemeinsam mit `Roll Diameter` und `Roll Width` betrachten.
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> - `Area Weight` bei auffälligen Ergebnissen zuerst prüfen.
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> - `Product Length` aus vorherigen Berechnungen nicht ungeprüft weiterverwenden.
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> - `Calculated Weight` als wichtige Eingangsgröße für `Forklift Check` und `Load Optimizer` behandeln.
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> - Bei breiten Rollen besonders auf den Einfluss der `Roll Width` achten.
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> - Eine geometrisch passende Rolle kann trotzdem besondere Handling-Anforderungen auslösen.
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*Abbildung 6: `Roll Weight (optional)` mit `Roll Width`, `Area Weight`, `Calculated Weight` und eingeblendetem `Forklift Check` zur fachlichen Bewertung von Gewicht und Handling-Anforderungen.*
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## Merksatz
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`Roll Weight` ist die Verbindung zwischen Rollenberechnung, Handling und Transportbewertung. Für eine belastbare Einordnung reichen `Roll Diameter` und `Product Length` allein nicht aus; entscheidend ist das Zusammenspiel aus `Product Length`, `Roll Width` und `Area Weight`.
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**Im nächsten Kapitel** wird beschrieben, wie aus einer bekannten Referenzrolle eine neue `Product Length` abgeschätzt werden kann.
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# 6. Neue Länge aus Referenzrolle abschätzen
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## Ziel
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Dieses Kapitel beschreibt den Workflow im Tab `Extrapolation`. Der Workflow wird verwendet, wenn bereits eine bekannte Rolle vorliegt und daraus abgeschätzt werden soll, welchen `Roll Diameter` eine vergleichbare Rolle mit geänderter `Product Length` erreichen würde.
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Die `Extrapolation` ist eine technische Abschätzung auf Basis von Referenzdaten. Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn eine vorhandene Rolle als belastbarer Vergleichspunkt dient. Der Workflow setzt voraus, dass die neue Rolle fachlich mit der Referenzrolle vergleichbar ist. Er ersetzt keine vollständige Neuauslegung, wenn sich wesentliche Produkteigenschaften ändern.
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## Typischer Anwendungsfall
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Ein typischer Anwendungsfall ist die Produktionsplanung auf Basis einer vorhandenen Referenzrolle. Wenn für ein Produkt bereits eine Rolle mit bekanntem `Roll Diameter` und bekannter `Product Length` existiert, kann RollCalc daraus abschätzen, welcher `Roll Diameter` bei einer anderen `Product Length` zu erwarten ist.
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In der technischen Angebotsprüfung kann die `Extrapolation` helfen, alternative Lieferlängen schnell einzuordnen. Wenn eine bekannte Rolle als Ausgangspunkt dient, lässt sich früh abschätzen, ob eine längere oder kürzere Ausführung in einen erwarteten Größenbereich fällt.
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Auch für erste Machbarkeitsabschätzungen ist der Workflow geeignet. Er ist besonders hilfreich, wenn belastbare Produktions- oder Messdaten einer Referenzrolle vorliegen und eine vollständige Neuberechnung zunächst nicht erforderlich oder nicht möglich ist.
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Der Workflow eignet sich dagegen nicht für den Vergleich unterschiedlicher Produkte. Wenn sich Artikel, `Product Thickness`, `Core Diameter` oder andere relevante Material- und Geometrieparameter ändern, ist die Vergleichbarkeit der Referenz nicht mehr gegeben.
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## Voraussetzungen
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Für die `Extrapolation` muss eine `Known Reference Roll` ausreichend beschrieben sein. Entscheidend sind `Core Diameter`, `Known Roll Diameter (D₀)` und `Known Roll Length (L₀)`. Diese Werte bilden den technischen Bezugspunkt, aus dem RollCalc die neue Rollenabmessung ableitet.
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Der `Core Diameter` muss für Referenzrolle und neue Rolle übereinstimmen. Wenn ein anderer Kern verwendet wird, verändert sich die Rollengeometrie, und die Abschätzung auf Basis der Referenzrolle ist nicht mehr direkt vergleichbar.
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Der `Known Roll Diameter (D₀)` beschreibt den gemessenen oder bekannten äußeren Durchmesser der Referenzrolle. Dieser Wert muss plausibel sein, weil er die Ausgangsgeometrie für die Abschätzung bildet.
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Die `Known Roll Length (L₀)` beschreibt die `Product Length` der Referenzrolle. Sie muss zur Referenzrolle gehören und darf nicht aus einem anderen Produkt, einer anderen Rollenvariante oder einer ungesicherten Annahme stammen.
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Die neue Rolle wird über `New Roll Length (L₁)` beschrieben. Diese Eingabe ist die geänderte Länge, für die RollCalc den erwarteten `Extrapolated Roll Diameter (D₁)` abschätzt.
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## Benötigte Eingaben
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Der `Core Diameter (d)` ist die gemeinsame innere Bezugsgröße von Referenzrolle und neuer Rolle. Er muss unverändert bleiben, damit die `Extrapolation` fachlich sinnvoll ist.
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Der `Known Roll Diameter (D₀)` beschreibt die äußere Größe der Referenzrolle. Er stammt typischerweise aus einer Messung, aus Produktionsdaten oder aus einer bekannten Referenzberechnung. Je genauer dieser Wert ist, desto belastbarer ist die Abschätzung.
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Die `Known Roll Length (L₀)` beschreibt die `Product Length` der Referenzrolle. Sie bildet zusammen mit dem bekannten Durchmesser den Maßstab, auf den die neue Länge bezogen wird.
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Die `New Roll Length (L₁)` beschreibt die geplante oder zu prüfende neue `Product Length`. RollCalc verwendet diese Länge, um den erwarteten neuen `Roll Diameter` abzuschätzen.
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Optional kann eine `Tolerance` angegeben werden. Sie dient dazu, den Ergebniswert mit einem einfachen Toleranzbereich einzuordnen. Diese Angabe ersetzt keine detaillierte Material- oder Messunsicherheitsbewertung.
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Wenn zusätzlich `Roll Width` und `Area Weight` bekannt sind, kann der optionale Bereich `Roll Weight (optional)` zur Gewichtseinordnung der neuen Länge genutzt werden. Der Kern der `Extrapolation` bleibt jedoch die Abschätzung des `Extrapolated Roll Diameter (D₁)`.
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## Vergleichbarkeit der Rollen
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Die `Extrapolation` setzt voraus, dass Referenzrolle und neue Rolle fachlich vergleichbar sind. Insbesondere sollten derselbe Artikel, dieselbe `Product Thickness` und derselbe `Core Diameter` zugrunde liegen.
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Wenn sich nur die `Product Length` ändert, ist die Methode besonders geeignet. Dann kann die bekannte Referenzrolle als belastbarer Ausgangspunkt dienen, weil Materialaufbau und Rollengeometrie im Wesentlichen gleich bleiben.
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Ändern sich dagegen Artikel, `Product Thickness`, Kern, Materialaufbau oder relevante Produktionsbedingungen, sollte eine vollständige Bewertung über die passenden RollCalc-Workflows erfolgen. In diesem Fall ist die Referenzrolle kein ausreichend stabiler Vergleichspunkt.
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## Durchführung
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Fachlich betrachtet überträgt RollCalc die bekannte Beziehung zwischen `Known Roll Diameter (D₀)` und `Known Roll Length (L₀)` auf eine neue `New Roll Length (L₁)`. Die Referenzrolle beschreibt, wie sich das betrachtete Produkt auf dem bekannten `Core Diameter` verhält. Daraus wird abgeschätzt, welcher `Roll Diameter` bei der neuen Länge zu erwarten ist.
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Der Workflow ist damit kein unabhängiges Neumodellieren der Rolle, sondern eine Ableitung aus einer bekannten Rolle. Seine Qualität hängt direkt davon ab, wie gut die Referenzdaten die reale Rolle beschreiben und wie vergleichbar die neue Rolle mit der Referenzrolle ist.
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Wenn `New Roll Length (L₁)` größer als die Referenzlänge ist, steigt der erwartete `Extrapolated Roll Diameter (D₁)`. Wenn die neue Länge kleiner ist, sinkt der erwartete Durchmesser. Die Veränderung wird aus der bekannten Referenzrolle abgeleitet.
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## Ergebnisbild
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Das zentrale Ergebnis ist `Extrapolated Roll Diameter (D₁)`. Dieser Wert beschreibt den erwarteten `Roll Diameter` für die neue `Product Length` auf Basis der angegebenen Referenzrolle.
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Wenn eine `Tolerance` angegeben wurde, kann das Ergebnis zusätzlich als Bereich dargestellt werden. Dieser Bereich hilft, einfache Abweichungen um den extrapolierten Durchmesser einzuordnen. Er sollte als technische Orientierung verstanden werden, nicht als vollständige Unsicherheitsanalyse.
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Wenn `Roll Width` und `Area Weight` für die neue Länge angegeben sind, kann zusätzlich eine Gewichtseinordnung erfolgen. Diese bleibt von der Qualität der Gewichtsangaben abhängig und sollte getrennt vom geometrischen Extrapolationsergebnis gelesen werden.
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## Interpretation
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Die Ergebnisse der `Extrapolation` sind besonders belastbar, wenn sich ausschließlich die `Product Length` ändert. In diesem Fall beschreibt die Referenzrolle denselben Materialaufbau, denselben `Core Diameter` und denselben grundlegenden Zusammenhang zwischen Länge und Durchmesser.
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Je stärker sich die neue Rolle von der Referenzrolle unterscheidet, desto vorsichtiger muss das Ergebnis interpretiert werden. Eine andere `Product Thickness`, ein anderer Artikel oder ein anderer `Core Diameter` verändern den technischen Zusammenhang. Dann ist das Ergebnis der `Extrapolation` nicht mehr die geeignete Grundlage für eine belastbare Bewertung.
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Die `Extrapolation` sollte deshalb als Abschätzung verstanden werden. Sie ist geeignet, um Varianten einer bekannten Rolle schnell einzuordnen. Sie ist nicht dafür gedacht, unterschiedliche Produkte oder geänderte Materialeigenschaften miteinander gleichzusetzen.
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## Plausibilitätscheck
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Vor der Weiterverwendung des Ergebnisses sollte geprüft werden, ob die Referenzrolle tatsächlich zum geplanten Vergleich passt. Entscheidend ist, ob derselbe Artikel, dieselbe `Product Thickness` und derselbe `Core Diameter` zugrunde liegen.
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Der `Known Roll Diameter (D₀)` sollte aus einer belastbaren Messung oder zuverlässigen Referenz stammen. Messfehler oder unklare Messbedingungen wirken sich unmittelbar auf den `Extrapolated Roll Diameter (D₁)` aus.
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Die `Known Roll Length (L₀)` muss zur Referenzrolle gehören. Wenn die bekannte Länge unsicher ist, wird die gesamte Abschätzung unsicher.
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Auch `New Roll Length (L₁)` sollte fachlich realistisch sein. Sehr große Abweichungen von der Referenzlänge können zwar berechnet werden, sollten aber besonders kritisch mit Erfahrungswerten oder einer vollständigen Neuberechnung verglichen werden.
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## Typische Fehler
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Ein häufiger Fehler ist die Verwendung der `Extrapolation` für unterschiedliche Produkte. Wenn Artikel oder Materialaufbau nicht übereinstimmen, ist die Referenzrolle kein belastbarer Vergleichspunkt.
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Ein weiteres Missverständnis besteht darin, die `Extrapolation` als vollständige Auslegung zu verstehen. Der Workflow leitet eine neue Rollenabmessung aus einer bekannten Rolle ab. Er ersetzt keine vollständige Bewertung, wenn sich wesentliche Eingangsgrößen ändern.
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Ungenaue Referenzdaten führen unmittelbar zu ungenauen Ergebnissen. Ein ungenauer `Known Roll Diameter (D₀)` oder eine unsichere `Known Roll Length (L₀)` verschiebt die gesamte Abschätzung.
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Auch ein abweichender `Core Diameter` ist kritisch. Wenn Referenzrolle und neue Rolle nicht denselben Kern verwenden, ist die geometrische Vergleichbarkeit nicht gegeben.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - `Extrapolation` vor allem verwenden, wenn belastbare Produktions- oder Messdaten einer Referenzrolle vorliegen.
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> - Sicherstellen, dass Referenzrolle und neue Rolle denselben Artikel betreffen.
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> - `Core Diameter` und `Product Thickness` müssen zur Referenz und zur neuen Rolle passen.
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> - `Known Roll Diameter (D₀)` und `Known Roll Length (L₀)` vor der Weiterverwendung auf Plausibilität prüfen.
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> - Bei geändertem Materialaufbau oder anderem Artikel eine vollständige Neuberechnung bevorzugen.
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> - Große Abweichungen zwischen `Known Roll Length (L₀)` und `New Roll Length (L₁)` besonders kritisch bewerten.
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*Abbildung 7: `Extrapolation` mit `Known Reference Roll`, `Known Roll Diameter (D₀)`, `Known Roll Length (L₀)` und `New Roll Length (L₁)` zur Abschätzung des `Extrapolated Roll Diameter (D₁)`.*
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## Merksatz
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Die Qualität der `Extrapolation` hängt unmittelbar von der Qualität und Vergleichbarkeit der Referenzdaten ab. Sie ist besonders geeignet, wenn sich gegenüber der `Known Reference Roll` nur die `Product Length` ändert.
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**Im nächsten Kapitel** wechselt der Blick von der einzelnen Rolle zur Transportierbarkeit dieser Rolle im `Load Optimizer`.
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# 7. Transportkapazität analysieren
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Die bisherigen Kapitel haben beschrieben, wie eine einzelne Rolle technisch erfasst, berechnet und bewertet wird. Mit dem `Load Optimizer` verschiebt sich die Fragestellung. Im Mittelpunkt steht nun nicht mehr nur die Rolle selbst, sondern ihre Transportierbarkeit innerhalb eines konkreten Transportmittels.
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Die fachliche Frage ändert sich damit von: Wie sieht die Rolle aus? zu: Wie lässt sich diese Rolle unter den vorgegebenen Randbedingungen transportieren? Der `Load Optimizer` verwendet die zuvor berechneten Rollendaten und kombiniert sie mit Transportabmessungen, `Loading Clearances` und `Max. Load (kg)`. Die Interpretation der daraus entstehenden Ergebnisbereiche wird in Kapitel 8 vertieft.
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## Ziel
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Dieses Kapitel beschreibt den Workflow des `Load Optimizer`. Der `Load Optimizer` bewertet eine bereits definierte Rolle in einem vorgegebenen Transportmittel. Er erzeugt keine Rollendaten, sondern verwendet vorhandene Werte für `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight`.
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Der Workflow beantwortet, wie viele Rollen unter den eingegebenen Randbedingungen rechnerisch transportiert werden können und welche grundlegenden Ergebnisbereiche daraus entstehen. Er ist keine allgemeine Transportoptimierung.
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## Typischer Anwendungsfall
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Ein typischer Anwendungsfall ist die Versandplanung. Wenn eine Rolle technisch beschrieben ist, muss bewertet werden, wie viele dieser Rollen in ein bestimmtes Transportmittel passen und welche Randbedingungen dabei relevant werden.
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Bei der Containerbeladung unterstützt der `Load Optimizer` die Einschätzung, ob ein Container geometrisch, gewichtstechnisch oder volumenseitig begrenzt ist. Die Analyse kann bereits während der Produktionsplanung hilfreich sein, wenn absehbar ist, dass Rollengröße oder Rollengewicht den späteren Versand beeinflussen.
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Für LKW-Beladungen kann der Workflow genutzt werden, um dieselbe Rolle unter anderen Innenabmessungen und `Max. Load (kg)` zu bewerten. Dabei wird sichtbar, dass ein anderes Transportmittel nicht nur andere Payload-Grenzen, sondern auch andere geometrische Möglichkeiten besitzt.
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Der Workflow kann auch verwendet werden, um verschiedene `Preset Transport Type` nacheinander zu vergleichen. Der fachliche Vergleich mehrerer Transportmittel wird in Kapitel 9 beschrieben.
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## Voraussetzungen
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Der `Load Optimizer` setzt belastbare Rollendaten voraus. Er benötigt insbesondere `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight`. Diese Werte stammen aus den vorherigen Workflows, vor allem aus `Direct Calculation` und der Bewertung von `Roll Weight`.
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Der `Roll Diameter` beschreibt die äußere Größe der Rolle und ist entscheidend für die geometrische Anordnung im Transportmittel. Wenn dieser Wert unplausibel ist, wird auch die geometrische Bewertung der Beladung unplausibel.
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Die `Roll Width` beschreibt, wie viel Länge eine Rolle im Transportmittel beansprucht. Sie beeinflusst, wie viele Rollen entlang der Transportlänge angeordnet werden können.
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Das `Roll Weight` ist die Grundlage für die gewichtstechnische Bewertung. Ohne belastbares `Roll Weight` kann der `Load Optimizer` die Auslastung der Payload nicht sinnvoll bestimmen.
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Der `Load Optimizer` erzeugt diese Rollendaten nicht selbst. Er bewertet eine bereits definierte Rolle gegen die Randbedingungen des gewählten Transportmittels.
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## Benötigte Eingaben
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Der `Preset Transport Type` beschreibt ein vordefiniertes Transportmittel, beispielsweise einen Container oder LKW. Ein Preset liefert typische Werte für Innenabmessungen und `Max. Load (kg)`. Diese Werte sind eine Arbeitserleichterung, müssen aber zum konkreten Transportfall passen.
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Mit `Custom Dimensions` können Transportabmessungen individuell beschrieben werden. Relevant sind `Length (m)`, `Width (m)`, `Height (m)` und `Max. Load (kg)`. Diese Werte definieren den rechnerischen Bauraum und die zulässige Gewichtsbewertung.
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Die Innenabmessungen bestimmen, wie viele Rollen geometrisch angeordnet werden können. `Length (m)` beeinflusst, wie viele Rollen entlang der Transportlänge Platz finden. `Width (m)` und `Height (m)` beeinflussen die Querschnittsanordnung und die mögliche Stapelung.
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`Loading Clearances` reduzieren den effektiv nutzbaren Laderaum. `Side Wall Clearance (one side)` und `Ceiling Clearance (top only)` berücksichtigen Abstände, die vor der Berechnung vom verfügbaren Raum abgezogen werden. Dadurch kann sich die rechnerisch mögliche Rollenanzahl ändern, obwohl die eigentlichen Transportabmessungen unverändert bleiben.
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`Max. Load (kg)` beschreibt in der Oberfläche die gewichtstechnische Payload-Grenze des Transportmittels. Sie bestimmt, wie viele Rollen unter Payload-Gesichtspunkten transportiert werden können.
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## Durchführung
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Fachlich kombiniert RollCalc im `Load Optimizer` zwei Informationsgruppen: die Eigenschaften der Rolle und die Randbedingungen des Transportmittels.
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Die Rolle wird durch `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight` beschrieben. Das Transportmittel wird durch Innenabmessungen, `Max. Load (kg)` und `Loading Clearances` beschrieben. Aus dieser Kombination ergibt sich, wie viele Rollen unter den eingegebenen Bedingungen rechnerisch geladen werden können.
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RollCalc betrachtet dabei mehrere Begrenzungen gleichzeitig. Das Gewicht kann begrenzen, wenn die Payload vor dem verfügbaren Bauraum ausgeschöpft ist. Das Volumen kann begrenzen, wenn der verfügbare Raum rechnerisch ausgeschöpft wird. Die Geometrie kann begrenzen, wenn keine weitere Rolle in die konkrete Anordnung passt.
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Der Schwerpunkt dieses Workflows liegt auf der Transportierbarkeit einer bereits definierten Rolle. Es wird nicht versucht, die Rolle selbst zu verändern oder automatisch ein besseres Transportmittel auszuwählen.
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## Ergebnisbild
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Nach der Berechnung erhält der Anwender mehrere Ergebnisbereiche. Die `Capacity Summary` fasst die tatsächliche rechnerische Beladung zusammen. Sie zeigt unter anderem `Total Rolls`, `Weight Utilization`, `Volume Utilization`, `Transported Product Area` und `Remaining Capacity`.
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Die `Capacity Analysis` stellt die einzelnen Randbedingungen gegenüber. Sie zeigt, welche maximale Rollenanzahl sich aus `Weight`, `Volume` und `Geometry` jeweils ergeben würde und welche Randbedingung als `Governing Constraint` maßgeblich ist.
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Die `Front View – Cross-Section` zeigt die geometrische Anordnung der tatsächlichen Beladung im Querschnitt. Sie hilft, die berechnete Rollenanzahl visuell zu prüfen und die Wirkung von `Loading Clearances` besser einzuordnen.
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Dieses Kapitel gibt nur den Überblick über diese Ergebnisbereiche. Die detaillierte Interpretation von `Capacity Summary`, `Capacity Analysis`, `Governing Constraint` und verbleibenden Reserven erfolgt im folgenden Kapitel.
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## Interpretation
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Der `Load Optimizer` beantwortet grundsätzlich drei Fragen: Wie viele Rollen können unter den eingegebenen Randbedingungen transportiert werden? Welche Reserven bleiben rechnerisch bestehen? Welche geometrische Anordnung ergibt sich daraus?
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Die Ergebnisse gelten ausschließlich für die eingegebenen Rollendaten und Transportbedingungen. Wenn sich `Roll Diameter`, `Roll Width`, `Roll Weight`, Innenabmessungen, `Max. Load (kg)` oder `Loading Clearances` ändern, kann sich auch das Ergebnis ändern.
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Der `Load Optimizer` stellt eine technische Analyse bereit. Die Auswahl und operative Bewertung eines Transportmittels werden in Kapitel 9 und Kapitel 10 eingeordnet.
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## Plausibilitätscheck
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Vor der Bewertung im `Load Optimizer` sollten die Rollendaten geprüft werden. Besonders wichtig sind `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight`, weil sie direkt in die geometrische und gewichtstechnische Bewertung eingehen.
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Das gewählte Transportmittel muss zum tatsächlichen Transportfall passen. Wenn ein `Preset Transport Type` verwendet wird, sollten die zugrunde liegenden Innenabmessungen und `Max. Load (kg)` mit dem konkreten Transportmittel abgeglichen werden.
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Bei `Custom Dimensions` müssen `Length (m)`, `Width (m)`, `Height (m)` und `Max. Load (kg)` vollständig und realistisch sein. Kleine Abweichungen können insbesondere bei Grenzfällen entscheiden, ob eine weitere Rolle rechnerisch passt oder nicht.
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Die `Loading Clearances` sollten den realen Anforderungen entsprechen. Zu kleine Abstände können zu optimistische Ergebnisse erzeugen. Zu große Abstände können rechnerisch nutzbare Kapazität reduzieren.
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## Typische Fehler
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Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, dass der `Load Optimizer` eine vollständige Transportplanung ersetzt. Das tut er nicht. Er analysiert eine konkrete Rolle in einem konkreten Transportmittel unter den eingegebenen Randbedingungen.
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Ein weiterer Fehler ist die Gleichsetzung von freiem `Volume` mit zusätzlicher Rollenanzahl. Mehr freies Volumen bedeutet nicht automatisch, dass eine weitere Rolle geometrisch in die Anordnung passt.
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Typisch ist auch die Verwendung unplausibler Rollendaten. Wenn `Roll Diameter`, `Roll Width` oder `Roll Weight` aus einer vorherigen Berechnung nicht belastbar sind, kann auch die Transportanalyse nicht belastbar sein.
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Schließlich gelten die Ergebnisse nur für die eingegebenen Randbedingungen. Ein Wechsel des Transportmittels, andere Innenabmessungen oder andere `Loading Clearances` können die Rollenanzahl verändern.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - Vor dem `Load Optimizer` immer `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight` prüfen.
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> - `Preset Transport Type` nur verwenden, wenn die Werte zum konkreten Transportfall passen.
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> - `Loading Clearances` bewusst setzen; sie beeinflussen die effektiv nutzbare Breite und Höhe.
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> - Freies `Volume` oder freie `Payload` nicht automatisch als zusätzliche Rolle interpretieren.
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> - Ergebnisse zunächst als technische Analyse lesen, nicht als Versandfreigabe.
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> - Die Detailinterpretation von `Capacity Summary` und `Capacity Analysis` erfolgt im folgenden Kapitel.
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*Abbildung 8: `Load Optimizer` mit `Loading Clearances`, `Preset Transport Type` und `Dimensions & Weight Limit` zur Bewertung einer bereits definierten Rolle in einem konkreten Transportmittel.*
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## Merksatz
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Der `Load Optimizer` optimiert nicht die Rolle selbst, sondern bewertet die Transportierbarkeit einer bereits definierten Rolle. Entscheidend sind belastbare Werte für `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight` sowie realistische Randbedingungen des gewählten Transportmittels.
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**Im nächsten Kapitel** wird erläutert, wie `Capacity Summary`, `Capacity Analysis` und `Governing Constraint` gemeinsam gelesen werden.
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# 8. Warum genau diese Beladung erreicht wird
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Die `Capacity Analysis` zeigt keine konkurrierenden Beladungsvorschläge. Sie beschreibt drei theoretische Grenzfälle: `Weight`, `Volume` und `Geometry`. Jede dieser Randbedingungen beantwortet eine eigene Frage zur möglichen Beladung.
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Die tatsächlich erreichbare Beladung ergibt sich immer aus der strengsten dieser Randbedingungen. Diese maßgebliche Randbedingung wird in RollCalc als `Governing Constraint` bezeichnet. Sie erklärt, warum genau diese Rollenanzahl erreicht wird und warum eine weitere Rolle unter den eingegebenen Bedingungen nicht geladen werden kann.
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## Ziel
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Dieses Kapitel erklärt die fachliche Interpretation der Ergebnisse des `Load Optimizer`. Im Mittelpunkt steht nicht die Bedienung, sondern die Frage, wie `Capacity Summary`, `Capacity Analysis` und `Front View – Cross-Section` gemeinsam gelesen werden.
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Der Anwender soll erkennen, welche Rollenanzahl tatsächlich transportiert werden kann, welche Randbedingung diese Rollenanzahl bestimmt und welche Reserven trotz erreichter Beladungsgrenze verbleiben. Gerade diese Kombination ist wichtig, weil freie Reserven in einem Bereich nicht automatisch bedeuten, dass eine weitere Rolle geladen werden kann.
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## Wie lese ich die Ergebnisse?
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```text
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Capacity Summary lesen
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Governing Constraint bestimmen
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Remaining Capacity beurteilen
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Front View prüfen
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v
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Capacity Analysis zur Begründung lesen
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```
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Diese Reihenfolge beginnt mit dem tatsächlich erreichten Transportergebnis und führt anschließend zur Ursache der Begrenzung. Danach werden Reserven und geometrische Darstellung geprüft, bevor die `Capacity Analysis` die technische Begründung über die einzelnen Randbedingungen liefert.
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## Capacity Summary
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Die `Capacity Summary` fasst das tatsächlich erreichte Ergebnis zusammen. Sie ist der erste Ergebnisbereich, wenn beantwortet werden soll, was unter den eingegebenen Randbedingungen transportiert werden kann.
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Der Abschnitt `Governing Constraint` zeigt die maßgebliche Randbedingung. Diese Information ist zentral, weil sie die Ursache der erreichten Rollenanzahl benennt. Der Wert beschreibt keine Empfehlung und keine bevorzugte Lösung, sondern die zuerst wirksame technische Begrenzung.
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Der Abschnitt `Transport Result` beschreibt die tatsächlich berechnete Beladung. Dazu gehören `Total Rolls`, die Rollenaufteilung, `Weight Utilization`, `Volume Utilization` und `Transported Product Area`. Diese Werte zeigen, welche Beladung RollCalc für die konkrete Rolle und das konkrete Transportmittel ermittelt hat. `Weight Utilization` in der `Capacity Summary` und `Payload Util. %` in der `Capacity Analysis` beziehen sich beide auf die gewichtstechnische Ausnutzung der verfügbaren Payload.
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Der Abschnitt `Remaining Capacity` zeigt die rechnerisch verbleibenden Reserven. Dazu gehören `Remaining Payload`, `Unused Payload` und `Unused Volume`. Ergänzend ordnet die technische Interpretation ein, warum diese Reserven nicht zwingend zu einer weiteren Rolle führen.
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## Capacity Analysis
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Die `Capacity Analysis` ist keine Auswahl verschiedener Lösungen. Sie zeigt keine Varianten, zwischen denen der Anwender wählen soll. Jede Tabellenzeile beschreibt stattdessen eine theoretische Obergrenze, die entstehen würde, wenn nur diese eine Randbedingung maßgeblich wäre.
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Die Zeile `Weight` beschreibt, wie viele Rollen unter Gewichtsgesichtspunkten maximal möglich wären. Die Zeile `Volume` beschreibt die rechnerische Grenze aus dem verfügbaren Transportvolumen. Die Zeile `Geometry` beschreibt, wie viele Rollen aufgrund der konkreten geometrischen Anordnung in das Transportmittel passen.
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Die tatsächlich erreichbare Beladung wird durch die kleinste dieser theoretischen Obergrenzen bestimmt. Diese Zeile wird als `Governing Constraint` markiert. Dadurch wird sichtbar, welche Randbedingung die reale Beladung begrenzt, auch wenn andere Randbedingungen noch Reserven zeigen.
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## Governing Constraint
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Die `Governing Constraint` ist die entscheidende Information der Transportbewertung. Sie erklärt nicht nur, welche Rollenanzahl erreicht wird, sondern warum keine weitere Rolle unter den eingegebenen Bedingungen geladen werden kann.
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Ohne diese Information kann die Ergebnisinterpretation leicht falsch werden. Eine freie `Payload` kann den Eindruck erzeugen, dass noch eine Rolle möglich sein müsste. Eine niedrige `Volume Utilization` kann den Eindruck erzeugen, dass der Transport schlecht genutzt ist. Entscheidend ist jedoch, welche Randbedingung zuerst erreicht wird.
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### Geometry
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Wenn `Geometry` die `Governing Constraint` ist, verhindert die geometrische Anordnung die Aufnahme einer zusätzlichen Rolle. Das kann auch dann gelten, wenn noch `Remaining Payload` vorhanden ist oder `Unused Volume` angezeigt wird.
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In diesem Fall ist nicht das Gewicht die entscheidende Grenze. Auch das rechnerisch freie Volumen reicht nicht aus, wenn keine weitere Rolle in die konkrete Querschnittsanordnung oder Längenanordnung passt. Die Beladung wird dann durch Form, Durchmesser, Breite, Stapelbarkeit und verfügbare Innenabmessungen begrenzt.
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### Weight
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Wenn `Weight` die `Governing Constraint` ist, wird die zulässige Payload des Transportmittels zuerst erreicht. Geometrisch könnte möglicherweise noch Platz vorhanden sein, aber eine weitere Rolle würde die gewichtstechnische Grenze überschreiten.
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In diesem Fall sind freie geometrische Bereiche oder ein nicht vollständig genutztes `Volume` nicht ausschlaggebend. Die Beladung wird durch das `Roll Weight` und die zulässige Nutzlast des Transportmittels begrenzt.
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### Volume
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Wenn `Volume` die `Governing Constraint` ist, ist das verfügbare Transportvolumen rechnerisch ausgeschöpft. Gewicht oder einzelne geometrische Freiheitsgrade können noch Reserven zeigen, ohne dass daraus automatisch eine weitere Rolle entsteht.
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Dieser Fall beschreibt eine volumenbezogene Begrenzung. Entscheidend ist dann nicht nur, ob eine Rolle prinzipiell geometrisch angeordnet werden könnte, sondern ob der verfügbare Raum in der Gesamtbewertung bereits ausgeschöpft ist.
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## Remaining Capacity
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`Remaining Capacity` beschreibt, welche Reserven nach der tatsächlich möglichen Beladung rechnerisch verbleiben. Diese Werte sind für die Interpretation wichtig, weil sie zeigen, welche Randbedingungen nicht vollständig ausgeschöpft wurden.
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`Remaining Payload` beschreibt die verbleibende Gewichtskapazität in kg. Wenn dieser Wert positiv ist, bedeutet das nur, dass die Payload nicht vollständig genutzt wurde. Es bedeutet nicht automatisch, dass eine weitere Rolle geladen werden kann.
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`Unused Payload` zeigt denselben Sachverhalt als prozentuale Reserve. Der Wert hilft, die Gewichtsauslastung schnell einzuordnen. Besonders bei `Geometry` als `Governing Constraint` kann `Unused Payload` deutlich machen, dass Gewicht verfügbar bleibt, die Anordnung aber keine weitere Rolle zulässt.
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`Unused Volume` beschreibt die nicht genutzte Volumenreserve. Auch dieser Wert darf nicht isoliert interpretiert werden. Freies Volumen kann ungünstig verteilt sein oder geometrisch nicht zur Aufnahme einer weiteren Rolle geeignet sein.
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## Front View / Cross-section
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Die `Front View – Cross-Section` dient der visuellen Plausibilisierung der berechneten geometrischen Anordnung. Sie zeigt die tatsächliche Konfiguration der Rollen im Querschnitt des Transportmittels.
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Die Grafik hilft besonders dann, wenn `Geometry` die `Governing Constraint` ist. Der Anwender kann schnell prüfen, ob die angezeigte Rollenlage nachvollziehbar wirkt und ob `Loading Clearances` die effektiv nutzbare Breite oder Höhe sichtbar reduzieren.
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Die Darstellung ersetzt keine technische Prüfung des konkreten Transportfalls. Sie liefert jedoch eine schnelle visuelle Einordnung, ob das rechnerische Ergebnis zur erwarteten geometrischen Situation passt.
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## Interpretation
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`Capacity Summary` und `Capacity Analysis` müssen gemeinsam gelesen werden. Die `Capacity Summary` beantwortet, welche Beladung tatsächlich erreicht wird. Die `Capacity Analysis` erklärt, welche Randbedingung diese Beladung begrenzt.
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Keine der beiden Darstellungen ist für sich allein vollständig. Die `Capacity Summary` zeigt das Ergebnis, aber ohne die theoretischen Grenzfälle bleibt die Ursache der Begrenzung weniger deutlich. Die `Capacity Analysis` zeigt die Randbedingungen, aber ohne die `Capacity Summary` fehlt die kompakte Darstellung der tatsächlich erreichten Beladung und der verbleibenden Reserven.
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Erst die Kombination erklärt das technische Ergebnis vollständig: transportierbare Rollenanzahl, maßgebliche Randbedingung, verbleibende Reserven und geometrische Plausibilität.
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## Plausibilitätscheck
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Bei der Interpretation sollte zuerst geprüft werden, ob die `Governing Constraint` zur sichtbaren Beladung passt. Wenn `Geometry` maßgeblich ist, sollte die `Front View – Cross-Section` nachvollziehbar zeigen, warum keine weitere Rolle passt. Wenn `Weight` maßgeblich ist, sollte die Gewichtsauslastung entsprechend hoch sein. Wenn `Volume` maßgeblich ist, sollte die Volumenbewertung zur Gesamtsituation passen.
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`Remaining Payload`, `Unused Payload` und `Unused Volume` sollten nicht nur als Zahlen gelesen werden. Entscheidend ist, ob diese Reserven zur angegebenen `Governing Constraint` passen. Eine hohe freie Payload bei geometrischer Begrenzung ist kein Widerspruch, sondern eine typische Ergebnissituation.
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Zusätzlich sollten die verwendeten Transportabmessungen und `Loading Clearances` zum realen Transportfall passen. Wenn die Abmessungen nicht stimmen, kann die Interpretation der `Capacity Analysis` zwar in sich schlüssig sein, aber nicht zum tatsächlichen Transportmittel passen.
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## Typische Fehlinterpretationen
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Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, dass mehr freie `Payload` automatisch mehr Rollen ermöglicht. Das ist nur dann richtig, wenn Gewicht die einzige relevante Begrenzung wäre. Bei Rollenprodukten ist häufig die geometrische Anordnung entscheidend.
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Ebenso ist `Geometry` keine schlechtere Lösung als `Weight` oder `Volume`. Die `Governing Constraint` bewertet nicht die Qualität der Beladung, sondern benennt die maßgebliche technische Randbedingung.
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Die `Capacity Analysis` zeigt keine alternativen Beladungsvarianten. Sie zeigt theoretische Grenzfälle, die erklären, warum die tatsächliche Rollenanzahl durch eine bestimmte Randbedingung begrenzt wird.
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Die `Governing Constraint` ist auch keine Empfehlung. Sie ist die technische Ursache des berechneten Ergebnisses. Operative Entscheidungen, etwa zur Auswahl eines anderen Transportmittels oder zur Anpassung der Rolle, müssen daraus fachlich abgeleitet werden.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - Zuerst `Total Rolls` in der `Capacity Summary` lesen, danach die `Governing Constraint` prüfen.
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> - `Capacity Analysis` als Grenzwertanalyse verstehen, nicht als Variantenvergleich.
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> - Freie `Payload` oder freies `Volume` immer im Zusammenhang mit `Geometry` bewerten.
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> - Die `Front View – Cross-Section` zur Plausibilisierung der Anordnung nutzen.
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> - Auffällige Reserven nicht automatisch als Fehler werten, sondern gegen die maßgebliche Randbedingung prüfen.
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> - Bei unerwarteten Ergebnissen zuerst Rollendaten, Transportabmessungen und `Loading Clearances` kontrollieren.
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*Abbildung 9: `Capacity Summary` mit `Governing Constraint`, `Transport Result` und `Remaining Capacity` zur kompakten Einordnung der tatsächlich erreichten Beladung.*
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*Abbildung 10: `Capacity Analysis` als Grenzwertanalyse der Randbedingungen `Weight`, `Volume` und `Geometry` mit markierter `Governing Constraint`.*
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*Abbildung 11: `Front View – Cross-Section` zur visuellen Plausibilisierung der tatsächlichen geometrischen Beladung.*
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*Abbildung 12: Beispiel für `Geometry` als `Governing Constraint`, bei dem die Anordnung eine weitere Rolle verhindert, obwohl Reserven in anderen Bereichen verbleiben können.*
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*Abbildung 13: Beispiel für `Weight` als `Governing Constraint`, bei dem die Payload die Beladung begrenzt.*
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*Abbildung 14: Beispiel für `Volume` als `Governing Constraint`, bei dem die volumenbezogene Grenze die Beladung bestimmt.*
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## Merksatz
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Nicht die größte theoretische Kapazität bestimmt die tatsächliche Beladung, sondern die zuerst erreichte technische Randbedingung. Die `Governing Constraint` erklärt deshalb, warum genau diese Rollenanzahl transportiert werden kann.
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**Im nächsten Kapitel** kann darauf aufbauend die Bewertung und der Vergleich verschiedener Transportmittel behandelt werden.
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# 9. Transportmittel vergleichen
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Nachdem die vorherigen Kapitel gezeigt haben, wie eine einzelne Transportbewertung durchgeführt und interpretiert wird, behandelt dieses Kapitel den Vergleich mehrerer Transportmittel. Die Fragestellung lautet nun: Wie verändern sich die Ergebnisse, wenn dieselbe Rolle mit unterschiedlichen Transportmitteln bewertet wird?
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Der Vergleich ist fachlich nur dann belastbar, wenn die Rolle unverändert bleibt. Geändert werden ausschließlich die Randbedingungen des Transportmittels. Dadurch wird sichtbar, welchen Einfluss Innenabmessungen, `Loading Clearances` und Payload-Grenzen auf die erreichbare Beladung besitzen.
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## Ziel
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Dieses Kapitel beschreibt, wie unterschiedliche Transportmittel mit identischen Rollendaten bewertet werden können. Der Schwerpunkt liegt auf dem fachlichen Vergleich der Ergebnisse, nicht auf einer automatischen Auswahl.
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RollCalc gibt keine Empfehlung für ein bestimmtes Transportmittel. Die Software liefert technische Kennzahlen wie `Total Rolls`, `Governing Constraint`, `Remaining Capacity`, `Weight Utilization`, `Volume Utilization` und die geometrische Darstellung. Die Bewertung, welches Transportmittel für den konkreten Fall geeignet ist, bleibt eine fachliche und organisatorische Entscheidung.
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## Typischer Anwendungsfall
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Ein typischer Anwendungsfall ist der Vergleich verschiedener Containergrößen. Dieselbe Rolle kann beispielsweise in einem Standardcontainer und einem größeren Container unterschiedliche Rollenanzahlen, andere Reserven oder eine andere `Governing Constraint` erzeugen.
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Auch der Vergleich zwischen Container und LKW ist praxisrelevant. Unterschiedliche Innenabmessungen und Payload-Grenzen können dazu führen, dass ein Transportmittel geometrisch begrenzt ist, während ein anderes gewichtstechnisch begrenzt wird.
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In der Versandplanung kann der Vergleich helfen, technische Optionen früh einzuordnen. Dabei geht es nicht darum, automatisch eine Transportentscheidung zu treffen. RollCalc zeigt, welche Transportkapazität unter den jeweiligen Randbedingungen rechnerisch entsteht.
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Der Workflow ist außerdem nützlich, wenn geprüft werden soll, ob eine Rolle grundsätzlich für mehrere Transportmittel geeignet ist. Das kann bei wiederkehrenden Versandwegen, alternativen Transportoptionen oder ersten Machbarkeitsbewertungen relevant sein.
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## Voraussetzungen
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Für einen sinnvollen Vergleich müssen die Rollendaten unverändert bleiben. Entscheidend sind insbesondere `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight`. Diese Werte beschreiben die betrachtete Rolle und bilden die gemeinsame Grundlage aller Transportbewertungen.
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Wenn zwischen den Bewertungen die Rollendaten geändert werden, wird nicht mehr nur das Transportmittel verglichen. Dann ändert sich gleichzeitig das zu transportierende Objekt. Die Ergebnisse können in diesem Fall nicht mehr eindeutig auf Unterschiede zwischen den Transportmitteln zurückgeführt werden.
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Der `Roll Diameter` muss identisch bleiben, weil er die geometrische Anordnung im Transportmittel bestimmt. Die `Roll Width` muss identisch bleiben, weil sie beeinflusst, wie viele Rollen entlang der Transportlänge angeordnet werden können. Das `Roll Weight` muss identisch bleiben, weil es die Payload-Auslastung und eine mögliche `Weight`-Begrenzung bestimmt.
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## Benötigte Eingaben
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Für den Vergleich werden die Randbedingungen des Transportmittels verändert. Dazu gehören vor allem `Preset Transport Type`, `Custom Dimensions`, `Loading Clearances` und die zulässige Payload.
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Der `Preset Transport Type` beschreibt ein vordefiniertes Transportmittel. Ein Wechsel des Presets verändert die zugrunde liegenden Transportabmessungen und `Max. Load (kg)`. Dadurch kann sich die erreichbare Rollenanzahl ändern, obwohl die Rolle selbst unverändert bleibt.
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Mit `Custom Dimensions` können abweichende Transportmittel oder konkrete Innenabmessungen bewertet werden. Relevant sind `Length (m)`, `Width (m)`, `Height (m)` und `Max. Load (kg)`. Diese Werte sollten für jeden Vergleichsfall zum real betrachteten Transportmittel passen.
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`Loading Clearances` müssen beim Vergleich bewusst behandelt werden. Wenn unterschiedliche Abstände verwendet werden, ändern sich nicht nur die Transportmittel, sondern auch die Annahmen zur nutzbaren Ladefläche. Ein direkter Vergleich ist dann nur sinnvoll, wenn diese unterschiedlichen Abstände fachlich beabsichtigt sind.
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Die Payload-Grenze beschreibt, wie viel Gewicht das Transportmittel unter den gewählten Randbedingungen aufnehmen darf. In der Oberfläche wird diese Grenze über `Max. Load (kg)` beschrieben. Unterschiedliche Payload-Grenzen können dazu führen, dass sich die `Governing Constraint` zwischen zwei Transportmitteln ändert.
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## Durchführung
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Fachlich wird dieselbe Rolle nacheinander mit unterschiedlichen Transportmitteln bewertet. Die Rollendaten bleiben konstant, während jeweils `Preset Transport Type` oder `Custom Dimensions`, `Loading Clearances` und `Max. Load (kg)` angepasst werden.
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Für jedes betrachtete Transportmittel entsteht eine eigene `Capacity Summary`, eine eigene `Capacity Analysis` und eine eigene `Front View – Cross-Section`. Diese Ergebnisbilder können anschließend miteinander verglichen werden.
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Der Vergleich sollte nicht nur auf die Rollenanzahl reduziert werden. Wichtig ist auch, welche Randbedingung maßgeblich ist, welche Reserven verbleiben und ob die geometrische Anordnung plausibel erscheint.
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## Ergebnisbild
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Zwischen verschiedenen Transportmitteln können mehrere Unterschiede sichtbar werden. Am auffälligsten ist häufig eine unterschiedliche Rollenanzahl. Ein größeres Transportmittel kann mehr Rollen aufnehmen, muss es aber nicht, wenn eine andere Randbedingung zuerst erreicht wird.
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Auch die `Governing Constraint` kann sich ändern. Ein Transportmittel kann durch `Geometry` begrenzt sein, während ein anderes durch `Weight` begrenzt wird. Dadurch verändert sich die Interpretation der verbleibenden Reserven.
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Die `Remaining Capacity` kann ebenfalls unterschiedlich ausfallen. Ein Transportmittel kann eine hohe freie `Payload` zeigen, aber geometrisch begrenzt sein. Ein anderes kann die Payload nahezu ausschöpfen, obwohl geometrisch noch Platz erkennbar ist.
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Die `Front View – Cross-Section` kann zeigen, dass unterschiedliche Innenabmessungen zu anderen Stapelhöhen oder Querschnittsanordnungen führen. Gerade bei ähnlicher Rollenanzahl kann diese Darstellung helfen, die technische Ursache der Unterschiede zu verstehen.
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## Interpretation
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Der Vergleich mehrerer Transportmittel zeigt, wie stark das Ergebnis von den Randbedingungen des Transportmittels abhängt. Eine höhere Rollenanzahl ist eine technische Kennzahl, aber nicht automatisch eine bessere Transportlösung.
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Ein Transportmittel kann die Payload besser ausnutzen, während ein anderes geometrisch günstiger wirkt. Unterschiedliche Innenabmessungen können eine andere Stapelhöhe ermöglichen oder verhindern. Unterschiedliche Payload-Grenzen können dazu führen, dass `Weight` in einem Fall maßgeblich wird, während bei einem anderen Transportmittel `Geometry` oder `Volume` begrenzt.
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Diese Unterschiede beschreiben technische Randbedingungen. Sie sind keine Bewertung im Sinne von besser oder schlechter. Für eine operative Entscheidung können zusätzlich Verfügbarkeit, Kosten, Route, Verpackung, Ladehilfsmittel, Handlingprozesse oder kundenseitige Vorgaben relevant sein. Diese Faktoren liegen außerhalb des Betrachtungsumfangs von RollCalc.
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## Plausibilitätscheck
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Vor dem Vergleich sollte geprüft werden, ob wirklich identische Rollendaten verwendet wurden. `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight` müssen zwischen den Bewertungen gleich bleiben.
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Die Transportdaten sollten aktuell und zum betrachteten Transportmittel passend sein. Das gilt besonders für Innenabmessungen und `Max. Load (kg)`. Preset-Werte können eine sinnvolle Grundlage sein, ersetzen aber nicht die Prüfung des konkreten Transportfalls.
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Auch die `Loading Clearances` sollten vergleichbar sein. Wenn für zwei Transportmittel unterschiedliche Abstände verwendet werden, muss klar sein, ob diese Unterschiede aus realen Anforderungen stammen oder versehentlich entstanden sind.
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Schließlich sollten die Ergebnisse nicht nur anhand von `Total Rolls` verglichen werden. `Governing Constraint`, `Remaining Capacity`, `Capacity Analysis` und `Front View – Cross-Section` gehören zur vollständigen Bewertung.
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## Typische Fehler
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Ein häufiger Fehler ist der Vergleich unterschiedlicher Rollendaten. Wenn `Roll Diameter`, `Roll Width` oder `Roll Weight` zwischen zwei Bewertungen verändert wurden, ist der Unterschied im Ergebnis nicht mehr eindeutig dem Transportmittel zuzuordnen.
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Ein weiteres Missverständnis entsteht durch unterschiedliche `Loading Clearances`. Wenn die Abstände nicht vergleichbar sind, können Unterschiede in der Rollenanzahl aus den Clearance-Annahmen entstehen und nicht aus dem Transportmittel selbst.
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Typisch ist auch die Annahme, dass eine höhere Rollenanzahl automatisch die bessere Transportlösung beschreibt. RollCalc bewertet technische Kapazität. Wirtschaftliche, organisatorische oder sicherheitsbezogene Randbedingungen werden dadurch nicht entschieden.
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Auch eine andere `Governing Constraint` sollte nicht als Qualitätsurteil gelesen werden. Sie zeigt lediglich, welche technische Randbedingung im jeweiligen Transportmittel zuerst wirksam wird.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - Für jeden Vergleich dieselben Werte für `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight` verwenden.
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> - `Preset Transport Type` und `Custom Dimensions` gegen den realen Transportfall prüfen.
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> - `Loading Clearances` nur dann unterschiedlich ansetzen, wenn es fachlich begründet ist.
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> - Nicht nur `Total Rolls`, sondern auch `Governing Constraint` und `Remaining Capacity` vergleichen.
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> - Die `Front View – Cross-Section` nutzen, um unterschiedliche geometrische Anordnungen zu verstehen.
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> - Organisatorische und wirtschaftliche Randbedingungen getrennt von der RollCalc-Bewertung betrachten.
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*Abbildung 15: Vorgesehener Vergleich zweier Transportbewertungen derselben Rolle mit unterschiedlichen `Preset Transport Type` oder `Custom Dimensions`, jeweils mit `Capacity Summary`, `Capacity Analysis` und `Front View – Cross-Section`.*
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## Merksatz
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Ein sinnvoller Vergleich unterschiedlicher Transportmittel setzt identische Rollendaten voraus. Nur die Transport-Randbedingungen dürfen sich unterscheiden; sonst wird nicht mehr das Transportmittel verglichen, sondern zugleich die Rolle verändert.
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**Im nächsten Kapitel** wird beschrieben, wie die Ergebnisse vor der Weiterverwendung abschließend plausibilisiert werden können.
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# 10. Plausibilitätscheck vor operativer Nutzung
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Die vorherigen Kapitel haben erläutert, wie RollCalc Berechnungen durchführt, Ergebnisse strukturiert darstellt und Transportbewertungen interpretiert. Vor einer Verwendung in Produktion, Versand oder Planung sollten diese Ergebnisse grundsätzlich fachlich auf Plausibilität geprüft werden.
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Dabei geht es nicht darum, die Berechnungslogik von RollCalc zu kontrollieren. Der Plausibilitätscheck richtet sich auf Eingabedaten, Randbedingungen und Ergebnisgrößen. Er soll sicherstellen, dass die berechneten Werte zum betrachteten Produkt, zur realen Rolle und zum vorgesehenen Anwendungsfall passen.
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## Ziel
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Dieses Kapitel fasst die wichtigsten Plausibilitätsprüfungen vor der operativen Nutzung zusammen. RollCalc liefert belastbare technische Berechnungen auf Grundlage der eingegebenen Daten. Die Verantwortung für fachliche Bewertung, Interpretation und Freigabe der Ergebnisse bleibt jedoch beim Anwender.
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Der Plausibilitätscheck ist deshalb kein zusätzlicher Rechenschritt. Er ist die technische Einordnung der Ergebnisse, bevor sie für Produktionsplanung, Versandplanung, Angebotsprüfung oder weitere operative Entscheidungen verwendet werden. Konkrete Auffälligkeiten und typische Korrekturschritte werden in Kapitel 11 behandelt.
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## Wann sollte ein Plausibilitätscheck erfolgen?
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Ein Plausibilitätscheck sollte immer erfolgen, wenn Ergebnisse aus RollCalc in operative Abläufe übernommen werden sollen. Besonders wichtig ist er vor Produktionsfreigaben, weil dort falsche Annahmen zu `Product Length`, `Roll Diameter` oder `Roll Weight` direkte Auswirkungen auf die Auslegung der Rolle haben können.
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Auch vor Versandplanungen ist eine Prüfung erforderlich. Transportbewertungen hängen von korrekten Rollendaten, passenden Transportabmessungen und realistischen `Loading Clearances` ab. Ein rechnerisch schlüssiges Ergebnis kann unbrauchbar sein, wenn die zugrunde liegenden Transportdaten nicht zum tatsächlichen Transportfall passen.
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Bei neuen Artikeln oder geänderten Stammdaten sollte besonders sorgfältig geprüft werden, ob `Product Thickness`, `Area Weight` und `Core Diameter` fachlich plausibel sind. Stammdatenänderungen können mehrere nachgelagerte Ergebnisse beeinflussen, ohne dass dies auf den ersten Blick sichtbar ist.
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Ungewöhnliche Berechnungsergebnisse sind ebenfalls ein Anlass für eine Prüfung. Dazu gehören unerwartet große oder kleine `Roll Diameter`, auffällige `Roll Weight`, unerwartet hohe Rollenanzahlen oder eine `Governing Constraint`, die nicht zur Erfahrung mit ähnlichen Produkten passt.
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Vor der Verwendung neuer oder angepasster `Preset Transport Type` oder `Custom Dimensions` sollte außerdem geprüft werden, ob Innenabmessungen, `Max. Load (kg)` und `Loading Clearances` zum realen Transportmittel passen.
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## Typische Prüfpunkte
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### Stammdaten
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Die Stammdaten bilden häufig die Grundlage der Berechnung. Besonders kritisch sind `Product Thickness`, `Area Weight` und `Core Diameter`.
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Die `Product Thickness` sollte zum betrachteten Artikel und zur realen Produktausführung passen. Kleine Abweichungen können den berechneten `Roll Diameter` deutlich beeinflussen.
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Das `Area Weight` muss aktuell und produktbezogen sein. Ein unpassender Wert wirkt sich direkt auf das `Roll Weight` aus und damit auf `Forklift Check`, `Max. Roll Weight`-Betrachtungen und Transportbewertungen.
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Der `Core Diameter` muss zur tatsächlich verwendeten Kernart passen. Ein falscher Kern verändert die geometrische Bewertung der Rolle und kann sowohl `Roll Diameter` als auch abgeleitete `Product Length` beeinflussen.
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### Geometrie
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Die geometrische Prüfung betrifft vor allem `Roll Diameter`, `Product Length` und `Roll Width`. Diese Werte sollten mit bekannten Rollen, technischen Vorgaben oder Erfahrungswerten vergleichbar sein.
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Der `Roll Diameter` sollte realistisch zur angegebenen `Product Length`, `Product Thickness` und zum `Core Diameter` passen. Auffällige Abweichungen sind nicht automatisch falsch, sollten aber technisch erklärbar sein.
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Die `Product Length` sollte zur geplanten oder gemessenen Rolle passen. Wenn sie aus einer vorhandenen Rolle abgeleitet wurde, ist die Qualität des gemessenen `Roll Diameter` besonders wichtig.
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Die `Roll Width` muss zur betrachteten Produktausführung gehören. Sie beeinflusst das `Roll Weight` und im `Load Optimizer` die Anordnung entlang der Transportlänge.
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### Gewicht
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Das `Roll Weight` sollte nicht isoliert gelesen werden. Es muss zum Zusammenspiel aus `Product Length`, `Roll Width` und `Area Weight` passen.
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Ein unerwartet hohes oder niedriges `Roll Weight` sollte zuerst über diese drei Eingangsgrößen erklärt werden. Besonders bei breiten Rollen oder Produkten mit hohem `Area Weight` kann das Gewicht auch dann auffällig sein, wenn der `Roll Diameter` unkritisch wirkt.
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Der `Forklift Check` sollte als technischer Hinweis eingeordnet werden. Er ist keine operative Freigabe und keine abschließende Sperre, kann aber anzeigen, dass Handling-Anforderungen genauer betrachtet werden müssen.
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### Transportbewertung
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Bei Transportbewertungen müssen Rollendaten und Transportdaten gemeinsam geprüft werden. Das gewählte Transportmittel muss zum realen Fall passen. Bei `Preset Transport Type` sollten die hinterlegten Werte mit dem konkreten Transportmittel abgeglichen werden.
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`Loading Clearances` sollten realistisch gewählt sein. Zu kleine Abstände können die rechnerische Beladung zu optimistisch erscheinen lassen. Zu große Abstände können Kapazität reduzieren und die `Governing Constraint` verändern.
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Die `Governing Constraint` sollte fachlich nachvollziehbar sein. Wenn `Geometry` maßgeblich ist, sollte die `Front View – Cross-Section` erklären, warum keine weitere Rolle passt. Wenn `Weight` maßgeblich ist, sollte die Gewichtsauslastung entsprechend plausibel sein. Wenn `Volume` maßgeblich ist, sollte die volumenbezogene Bewertung zur Gesamtsituation passen.
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`Remaining Capacity` sollte immer zusammen mit der `Governing Constraint` gelesen werden. Freie `Payload` oder freies `Volume` sind keine eigenständige Aussage darüber, ob zusätzliche Rollen geladen werden können.
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## Ergebnisbewertung
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Berechnungsergebnisse sollten immer im technischen Gesamtkontext betrachtet werden. Kein einzelner Kennwert genügt allein, um eine Rolle oder eine Transportbewertung belastbar einzuordnen.
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Für Rollenbewertungen müssen Rollendaten, Geometrie und Gewicht gemeinsam betrachtet werden. Ein plausibler `Roll Diameter` reicht nicht aus, wenn das `Roll Weight` auffällig ist. Ein plausibles `Roll Weight` reicht nicht aus, wenn die Geometrie für spätere Transportbewertungen kritisch wird.
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Für Transportbewertungen entsteht die belastbare Grundlage erst aus der Kombination von Rollendaten, `Capacity Summary`, `Capacity Analysis` und `Front View – Cross-Section`. Die `Capacity Summary` zeigt das tatsächliche Ergebnis, die `Capacity Analysis` erklärt die Randbedingungen, und die `Front View – Cross-Section` unterstützt die geometrische Plausibilisierung.
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## Typische Warnsignale
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Besonders kritisch sollten Ergebnisse geprüft werden, wenn sie deutlich von bekannten Produkten, Referenzrollen oder Erfahrungswerten abweichen. Dazu gehören unerwartete Größenordnungen bei `Roll Diameter` oder `Roll Weight`, ungewöhnliche Rollenanzahlen im `Load Optimizer`, sehr geringe `Remaining Capacity` oder eine stark veränderte `Governing Constraint` gegenüber ähnlichen Fällen.
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Solche Warnsignale bedeuten nicht automatisch, dass das Ergebnis falsch ist. Sie zeigen, dass Eingabedaten, Stammdaten, Transportabmessungen und `Loading Clearances` vor der Weiterverwendung gezielt geprüft werden sollten. Typische Ursachen und Korrekturschritte sind in Kapitel 11 zusammengefasst.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - [ ] Stammdaten geprüft: `Product Thickness`, `Area Weight`, `Core Diameter`
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> - [ ] Einheiten geprüft: mm, m, g/m² und kg
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> - [ ] `Roll Diameter`, `Product Length` und `Roll Width` plausibel
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> - [ ] `Roll Weight` nachvollziehbar und `Forklift Check` eingeordnet
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> - [ ] Transportmittel und `Max. Load (kg)` korrekt
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> - [ ] `Loading Clearances` realistisch
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> - [ ] `Governing Constraint` nachvollziehbar
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> - [ ] `Remaining Capacity` im Zusammenhang mit der Begrenzung bewertet
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> - [ ] `Front View – Cross-Section` geprüft
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*Abbildung 16: Vorgesehener vollständiger Berechnungsfall mit `Capacity Summary`, `Governing Constraint`, `Remaining Capacity` und `Front View – Cross-Section` zur abschließenden Plausibilisierung vor operativer Nutzung.*
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## Merksatz
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RollCalc liefert technische Berechnungsergebnisse auf Grundlage der eingegebenen Daten. Erst deren fachliche Plausibilisierung macht sie zu einer belastbaren Entscheidungsgrundlage für Planung, Produktion oder Versand.
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**Im nächsten Kapitel** werden typische Fragen neuer Anwender und häufige Missverständnisse zusammengefasst.
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# 11. Häufige Fehler und schnelle Fehlerbehebung
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Die meisten unerwarteten Ergebnisse entstehen nicht durch fehlerhafte Berechnungen, sondern durch unvollständige Eingaben, ungeeignete Randbedingungen oder Missverständnisse bei der Interpretation. Dieses Kapitel hilft dabei, solche Situationen systematisch zu erkennen.
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Es handelt sich nicht um eine Fehlerliste der Software. Der Schwerpunkt liegt auf typischen Bedien-, Eingabe- und Interpretationsfehlern, die im Arbeitsalltag auftreten können. Die folgenden Abschnitte sind deshalb als Nachschlagewerk aufgebaut.
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## Ziel
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Dieses Kapitel unterstützt Anwender dabei, häufige Auffälligkeiten schnell einzuordnen und selbstständig zu beheben. Für jede typische Situation werden das beobachtete Problem, mögliche Ursachen, sinnvolle Prüfpunkte und eine übliche Lösung beschrieben.
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Der Fokus liegt auf der fachlichen Ursache. Ein auffälliges Ergebnis sollte zuerst als Hinweis verstanden werden, Eingaben, Stammdaten und Randbedingungen zu prüfen.
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## Direct Calculation
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### Der berechnete `Roll Diameter` erscheint unplausibel
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**Problem**
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Der berechnete `Roll Diameter` ist deutlich größer oder kleiner als erwartet.
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**Mögliche Ursachen**
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- `Product Thickness` passt nicht zum betrachteten Artikel.
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- `Product Length` wurde in der falschen Größenordnung eingegeben.
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- `Core Diameter` entspricht nicht der real verwendeten Kernart.
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- Artikeldaten wurden übernommen, passen aber nicht zur konkreten Produktausführung.
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**Prüfen**
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Kontrolliert werden sollten `Product Thickness`, `Product Length`, `Core Diameter` und der Produktbezug der verwendeten Artikeldaten. Zusätzlich sollte der Ergebniswert mit bekannten Rollen oder Erfahrungswerten verglichen werden.
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**Lösung**
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Die Eingabewerte auf Einheit, Größenordnung und Artikelbezug prüfen und die Berechnung anschließend mit den korrigierten Daten erneut durchführen. Wenn die Werte korrekt sind, sollte die Abweichung fachlich erklärt werden können.
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### Die `Product Length` ist deutlich größer oder kleiner als erwartet
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**Problem**
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Eine aus einem bekannten `Roll Diameter` abgeleitete `Product Length` weicht stark von der erwarteten Länge ab.
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**Mögliche Ursachen**
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- Der gemessene `Roll Diameter` ist ungenau oder gehört nicht zur betrachteten Rolle.
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- `Product Thickness` ist nicht passend.
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- `Core Diameter` wurde falsch angesetzt.
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- Die reale Rolle weicht von den idealisierten Annahmen ab.
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**Prüfen**
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Geprüft werden sollten der gemessene `Roll Diameter`, die Messbedingungen, `Product Thickness` und `Core Diameter`. Wenn möglich, sollte mit einer Referenzrolle oder einem bekannten Produktionswert verglichen werden.
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**Lösung**
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Messwert und Stammdaten korrigieren oder die Rolle erneut bewerten. Wenn Mess- und Stammdaten plausibel sind, sollte die Abweichung als fachliche Besonderheit der Rolle dokumentiert und vor Weiterverwendung eingeordnet werden.
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### Das `Roll Weight` scheint nicht zu passen
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**Problem**
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Das berechnete `Calculated Weight` wirkt zu hoch oder zu niedrig.
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**Mögliche Ursachen**
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- `Roll Width` passt nicht zur betrachteten Rolle.
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- `Area Weight` ist veraltet oder gehört zu einer anderen Produktausführung.
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- `Product Length` wurde aus einer unplausiblen Vorberechnung übernommen.
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- Die Rolle wird nur geometrisch betrachtet, obwohl das Gewicht materialabhängig ist.
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**Prüfen**
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Kontrolliert werden sollten `Product Length`, `Roll Width` und `Area Weight`. Besonders wichtig ist, ob das `Area Weight` aus aktuellen und passenden Artikeldaten stammt.
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**Lösung**
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Die gewichtswirksamen Eingaben korrigieren und das `Calculated Weight` erneut bewerten. Wenn das Gewicht weiterhin auffällig ist, sollte geprüft werden, ob die Rolle breiter, länger oder materialseitig schwerer ist als zunächst angenommen.
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## Roll Weight
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### Trotz ähnlicher `Roll Diameter` unterscheiden sich die `Roll Weight` erheblich
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**Problem**
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Zwei Rollen besitzen ähnliche `Roll Diameter`, zeigen aber deutlich unterschiedliche Gewichte.
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**Mögliche Ursachen**
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- Unterschiedliche `Roll Width`.
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- Unterschiedliches `Area Weight`.
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- Unterschiedliche `Product Length` trotz ähnlichem Durchmesser.
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- Unterschiedliche Materialausführungen oder Stammdaten.
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**Prüfen**
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Verglichen werden sollten nicht nur `Roll Diameter`, sondern auch `Product Length`, `Roll Width` und `Area Weight`. Der `Roll Diameter` allein beschreibt das Gewicht einer Rolle nicht ausreichend.
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**Lösung**
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Die Rollen über ihre vollständigen technischen Daten vergleichen. Wenn Breite, Länge oder `Area Weight` abweichen, ist ein unterschiedliches `Roll Weight` fachlich erwartbar.
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### Der `Forklift Check` erscheint unerwartet
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**Problem**
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Der `Forklift Check` erscheint, obwohl die Rolle aus Sicht des Anwenders unkritisch wirkt, oder er erscheint nicht, obwohl ein Hinweis erwartet wurde.
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**Mögliche Ursachen**
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- Das berechnete `Roll Weight` ist höher oder niedriger als erwartet.
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- `Core Diameter` oder Produktdaten beeinflussen die Bewertung.
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- `Area Weight` oder `Roll Width` passen nicht zum betrachteten Produkt.
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- Der Hinweis wird als Freigabe oder Sperre missverstanden.
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**Prüfen**
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Geprüft werden sollten `Calculated Weight`, `Core Diameter`, `Roll Width`, `Area Weight` und der Produktbezug der Eingaben.
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**Lösung**
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Zuerst das `Roll Weight` plausibilisieren. Danach den `Forklift Check` als technischen Hinweis einordnen. Er ersetzt keine operative Handlingbewertung, zeigt aber mögliche Aufmerksamkeitspunkte.
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## Extrapolation
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### Die Ergebnisse unterscheiden sich deutlich von der Referenzrolle
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**Problem**
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Das Ergebnis der `Extrapolation` weicht deutlich von der bekannten `Known Reference Roll` ab.
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**Mögliche Ursachen**
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- `New Roll Length (L₁)` unterscheidet sich stark von `Known Roll Length (L₀)`.
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- Referenzrolle und neue Rolle betreffen nicht denselben Artikel.
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- `Core Diameter` oder `Product Thickness` sind nicht vergleichbar.
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- Der `Known Roll Diameter (D₀)` ist ungenau.
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**Prüfen**
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Zu prüfen sind `Known Roll Diameter (D₀)`, `Known Roll Length (L₀)`, `New Roll Length (L₁)`, `Core Diameter` und die Vergleichbarkeit von Artikel und Materialaufbau.
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**Lösung**
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Die `Extrapolation` nur verwenden, wenn Referenzrolle und neue Rolle fachlich vergleichbar sind. Bei geändertem Artikel, anderer `Product Thickness` oder anderem `Core Diameter` sollte eine vollständige Bewertung über den passenden Workflow erfolgen.
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### Die `Extrapolation` liefert unerwartete Durchmesser
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**Problem**
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Der `Extrapolated Roll Diameter (D₁)` wirkt für die neue Länge nicht plausibel.
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**Mögliche Ursachen**
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- Referenzdaten sind ungenau.
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- Die neue Länge liegt weit außerhalb des bekannten Bereichs.
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- Die Referenzrolle wurde nicht unter vergleichbaren Bedingungen hergestellt oder gemessen.
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- Eine optionale `Tolerance` wird als vollständige Unsicherheitsbewertung missverstanden.
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**Prüfen**
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Geprüft werden sollten Qualität und Herkunft der Referenzdaten sowie die Abweichung zwischen `Known Roll Length (L₀)` und `New Roll Length (L₁)`.
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**Lösung**
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Referenzdaten korrigieren oder eine näher passende Referenzrolle verwenden. Bei großen Abweichungen oder unsicheren Referenzdaten sollte eine vollständige Neuberechnung bevorzugt werden.
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## Load Optimizer
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### Es werden weniger Rollen transportiert als erwartet
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**Problem**
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Der `Load Optimizer` zeigt eine geringere Rollenanzahl als erwartet.
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**Mögliche Ursachen**
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- `Roll Diameter`, `Roll Width` oder `Roll Weight` sind größer als angenommen.
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- `Loading Clearances` reduzieren den nutzbaren Raum.
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- Das gewählte Transportmittel oder `Max. Load (kg)` passt nicht zum erwarteten Fall.
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- Die `Governing Constraint` begrenzt früher als erwartet.
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**Prüfen**
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Geprüft werden sollten Rollendaten, `Preset Transport Type`, `Custom Dimensions`, `Max. Load (kg)`, `Loading Clearances`, `Capacity Summary` und `Capacity Analysis`.
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**Lösung**
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Zuerst die Rollendaten prüfen, danach die Transportdaten und Abstände. Anschließend die `Governing Constraint` lesen, um zu verstehen, welche Randbedingung die Rollenanzahl begrenzt.
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### `Remaining Payload` ist vorhanden, trotzdem passt keine weitere Rolle
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**Problem**
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Die `Capacity Summary` zeigt freie Payload, aber `Total Rolls` erhöht sich nicht.
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**Mögliche Ursachen**
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- `Geometry` ist die `Governing Constraint`.
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- Die freie Payload reicht gewichtstechnisch aus, aber die Rolle passt geometrisch nicht mehr in die Anordnung.
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- Freies `Volume` oder freie Payload ist ungünstig verteilt.
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**Prüfen**
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Geprüft werden sollten `Governing Constraint`, `Remaining Capacity`, `Front View – Cross-Section` und die Zeile `Geometry` in der `Capacity Analysis`.
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**Lösung**
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Die freie Payload nicht isoliert interpretieren. Wenn `Geometry` maßgeblich ist, verhindert die konkrete Anordnung eine zusätzliche Rolle, auch wenn gewichtstechnisch noch Reserve vorhanden ist.
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### `Geometry` wird `Governing Constraint`, obwohl ausreichend Payload verfügbar ist
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**Problem**
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Die Transportbewertung zeigt `Geometry` als maßgebliche Randbedingung, obwohl `Unused Payload` oder `Remaining Payload` sichtbar bleibt.
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**Mögliche Ursachen**
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- Die Rollen passen nicht in eine zusätzliche Lage oder Position.
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- `Roll Diameter` oder `Roll Width` begrenzen die geometrische Anordnung.
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- `Loading Clearances` reduzieren Breite oder Höhe.
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- Die Innenabmessungen des Transportmittels lassen keine weitere Rolle zu.
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**Prüfen**
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Geprüft werden sollten `Roll Diameter`, `Roll Width`, Innenabmessungen, `Loading Clearances` und die `Front View – Cross-Section`.
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**Lösung**
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Die geometrische Darstellung und die `Capacity Analysis` gemeinsam lesen. Eine freie Payload ist bei geometrischer Begrenzung kein Widerspruch, sondern eine typische Ergebnissituation.
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### Die `Capacity Analysis` wirkt widersprüchlich
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**Problem**
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Die Tabellenzeilen `Weight`, `Volume` und `Geometry` zeigen unterschiedliche Rollenanzahlen, und das Ergebnis wirkt zunächst uneindeutig.
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**Mögliche Ursachen**
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- Die Tabelle wird als Variantenvergleich verstanden.
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- Freie Reserven werden als automatisch nutzbare Kapazität interpretiert.
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- Die Bedeutung der `Governing Constraint` wurde nicht berücksichtigt.
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**Prüfen**
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Geprüft werden sollte, welche Zeile als `Governing Constraint` markiert ist. Außerdem sollten `Capacity Summary`, `Remaining Capacity` und `Front View – Cross-Section` gemeinsam gelesen werden.
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**Lösung**
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Die `Capacity Analysis` als Grenzwertanalyse lesen. Die kleinste maßgebliche Obergrenze bestimmt die tatsächlich erreichbare Beladung. Die anderen Zeilen zeigen theoretische Randbedingungen, keine alternativen Lösungen.
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## Allgemein
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### Artikeldaten erscheinen unvollständig
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**Problem**
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Ein Artikel liefert nicht alle erwarteten Werte oder einzelne Felder bleiben unvollständig.
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**Mögliche Ursachen**
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- Der Artikel ist in den verfügbaren Artikeldaten nicht vollständig gepflegt.
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- Für die Berechnung erforderliche Werte wie `Product Thickness` oder `Area Weight` fehlen.
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- Die Artikeldaten passen nicht zur konkret betrachteten Produktausführung.
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**Prüfen**
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Geprüft werden sollten Artikelnummer, Produktausführung und die Werte, die aus den Artikeldaten übernommen wurden.
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**Lösung**
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Fehlende Werte fachlich aus einer verlässlichen Quelle ergänzen oder den Berechnungsfall zurückstellen, bis die Daten geklärt sind. Unvollständige Artikeldaten sollten nicht ungeprüft als Grundlage für operative Entscheidungen verwendet werden.
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### `Product Thickness` oder `Area Weight` wirken unplausibel
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**Problem**
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Stammdatenwerte wirken im Vergleich zu bekannten Produkten oder Erfahrungswerten auffällig.
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**Mögliche Ursachen**
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- Stammdaten gehören zu einer anderen Produktausführung.
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- Daten sind veraltet oder unvollständig.
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- Einheiten oder Größenordnungen werden falsch interpretiert.
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**Prüfen**
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Geprüft werden sollten Produktbezug, Einheit, Datenquelle und Vergleichswerte ähnlicher Artikel.
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**Lösung**
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Die Werte vor der Weiterverwendung fachlich klären. Wenn die Werte korrigiert werden, sollten alle davon abhängigen Berechnungen erneut durchgeführt werden.
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### Unterschiedliche Ergebnisse bei ähnlichen Berechnungen
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**Problem**
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Zwei scheinbar ähnliche Berechnungen liefern deutlich unterschiedliche Ergebnisse.
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**Mögliche Ursachen**
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- Eine Eingangsgröße unterscheidet sich unbemerkt.
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- Unterschiedliche `Loading Clearances` oder Transportdaten wurden verwendet.
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- Stammdaten oder Artikelauswahl sind nicht identisch.
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- Die `Governing Constraint` unterscheidet sich zwischen den Fällen.
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**Prüfen**
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Verglichen werden sollten alle relevanten Eingaben: `Core Diameter`, `Product Thickness`, `Product Length`, `Roll Width`, `Area Weight`, `Roll Weight`, Transportabmessungen, `Max. Load (kg)` und `Loading Clearances`.
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**Lösung**
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Die Berechnungen nur dann direkt vergleichen, wenn die Eingangsgrößen wirklich vergleichbar sind. Wenn sich einzelne Randbedingungen unterscheiden, sollte das Ergebnis als anderer technischer Fall betrachtet werden.
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## Wann sollte neu gerechnet werden?
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Eine vollständige Neuberechnung ist sinnvoll, wenn sich Stammdaten geändert haben. Änderungen an `Product Thickness` oder `Area Weight` können `Roll Diameter`, `Roll Weight`, `Forklift Check` und Transportbewertungen beeinflussen.
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Auch nach Änderungen der Rollengeometrie sollte neu gerechnet werden. Dazu gehören Änderungen an `Core Diameter`, `Product Length`, `Roll Diameter` oder `Roll Width`.
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Bei Transportbewertungen sollte neu gerechnet werden, wenn sich Transportparameter ändern. Dazu zählen `Preset Transport Type`, `Custom Dimensions`, `Max. Load (kg)` und `Loading Clearances`.
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Neu gerechnet werden sollte außerdem, wenn ein Ergebnis auf unplausiblen Eingaben beruhte und diese Eingaben korrigiert wurden. Eine nachträgliche Interpretation alter Ergebnisse reicht dann nicht aus.
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## Wann sollte ein Ergebnis hinterfragt werden?
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Ein Ergebnis sollte hinterfragt werden, wenn Größenordnungen unerwartet wirken. Dazu gehören ungewöhnlich große oder kleine `Roll Diameter`, sehr hohe oder niedrige `Roll Weight` oder eine Rollenanzahl, die deutlich von Erfahrungswerten abweicht.
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Starke Abweichungen zu ähnlichen Artikeln sind ebenfalls ein Warnsignal. In diesem Fall sollte geprüft werden, ob tatsächlich derselbe Materialaufbau, dieselbe `Product Thickness`, dieselbe `Roll Width` und vergleichbare Transportdaten verwendet wurden.
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Eine auffällige `Governing Constraint` sollte genauer gelesen werden. Wenn bei ähnlichen Produkten plötzlich eine andere Randbedingung maßgeblich ist, liegt die Ursache häufig in Rollendaten, Payload-Grenze, Innenabmessungen oder `Loading Clearances`.
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Auch eine ungewöhnliche `Front View – Cross-Section` sollte Anlass zur Prüfung sein. Wenn die grafische Anordnung nicht zur Erwartung passt, sollten `Roll Diameter`, `Roll Width`, Transportabmessungen und Abstände kontrolliert werden.
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## Hinweise aus der Praxis
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> **Praxischeck**
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> - [ ] Stammdaten geprüft
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> - [ ] Einheiten geprüft
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> - [ ] Rollendaten geprüft
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> - [ ] Transportdaten geprüft
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> - [ ] `Capacity Summary` interpretiert
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> - [ ] `Capacity Analysis` gelesen
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> - [ ] `Governing Constraint` nachvollzogen
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> - [ ] `Front View – Cross-Section` kontrolliert
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*Abbildung 17: Vorgesehener typischer Berechnungsfall mit markierten Prüfpunkten für Stammdaten, Rollendaten, `Capacity Summary` und `Front View – Cross-Section`.*
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## Merksatz
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Die meisten unerwarteten Ergebnisse lassen sich durch eine systematische Überprüfung der Eingabedaten und Randbedingungen erklären. Erst wenn Stammdaten, Einheiten, Rollendaten und Transportdaten zusammenpassen, ist die Ergebnisinterpretation belastbar.
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# 12. Glossar
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Das Glossar erklärt zentrale Begriffe aus RollCalc und aus dem fachlichen Umfeld der Rollen- und Transportbewertung. Die Definitionen sind bewusst kurz gehalten und dienen als technisches Nachschlagewerk.
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## Area Weight
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`Area Weight` beschreibt das Flächengewicht des Produkts. In RollCalc wird es gemeinsam mit `Product Length` und `Roll Width` verwendet, um das `Roll Weight` zu bestimmen. Ausführlich beschrieben in Kapitel 2 und Kapitel 5.
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## Article Data
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`Article Data` bezeichnet die in RollCalc verfügbaren Artikeldaten, aus denen technische Werte wie `Product Thickness` oder `Area Weight` übernommen werden können. Diese Daten unterstützen die Berechnung, müssen aber zum betrachteten Produkt passen.
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## Basic Authentication
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`Basic Authentication` bezeichnet den einfachen Zugriffsschutz der Anwendung über Benutzername und Passwort. Der Begriff beschreibt die technische Zugangsmethode, nicht die fachliche Berechtigung zur Nutzung der Ergebnisse.
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## Capacity Analysis
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`Capacity Analysis` ist die Grenzwertanalyse des `Load Optimizer`. Sie zeigt die theoretischen Randbedingungen `Weight`, `Volume` und `Geometry` und markiert die maßgebliche `Governing Constraint`. Ausführlich beschrieben in Kapitel 8.
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## Capacity Summary
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`Capacity Summary` fasst das tatsächlich erreichte Transportergebnis zusammen. Sie zeigt unter anderem `Total Rolls`, `Governing Constraint`, `Transport Result` und `Remaining Capacity`. Ausführlich beschrieben in Kapitel 8.
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## Core
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`Core` bezeichnet den Rollenkern, auf den das Produkt aufgewickelt wird. Er bildet den inneren geometrischen Bezugspunkt der Rolle.
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## Core Diameter
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`Core Diameter` beschreibt den Durchmesser des Rollenkerns. Der Wert beeinflusst Berechnungen, bei denen aus `Product Length` und `Product Thickness` ein `Roll Diameter` bestimmt wird oder umgekehrt aus einem `Roll Diameter` eine `Product Length` abgeleitet wird.
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## Cross-section
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`Cross-section` bezeichnet die Querschnittsdarstellung der Beladung. In RollCalc wird sie im Zusammenhang mit `Front View – Cross-Section` verwendet, um die geometrische Anordnung der Rollen visuell einzuordnen.
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## Direct Calculation
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`Direct Calculation` ist der Arbeitsbereich für direkte Rollenberechnungen. Je nach `Calculation Mode` können unter anderem `Roll Diameter`, `Product Length` oder Grenzwerte wie im Modus `Target Diameter` bewertet werden.
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## Disclaimer
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Der `Disclaimer` erscheint beim Start der Anwendung. Er erinnert daran, dass RollCalc technische Berechnungen unterstützt, die Verantwortung für Interpretation und operative Verwendung aber beim Anwender bleibt. Ausführlich beschrieben in Kapitel 1.
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## Extrapolation
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`Extrapolation` ist der Workflow zur Abschätzung einer neuen Rolle auf Basis einer bekannten Referenzrolle. Er ist besonders geeignet, wenn sich gegenüber der Referenz nur die `Product Length` ändert. Ausführlich beschrieben in Kapitel 6.
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## Flächengewicht (GSM)
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Flächengewicht beschreibt das Gewicht eines Produkts bezogen auf eine definierte Fläche und wird häufig in g/m² angegeben. In der Oberfläche wird dafür der Begriff `Area Weight` verwendet.
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## Forklift Check
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`Forklift Check` ist ein technischer Hinweis auf mögliche Handling-Anforderungen. Er wird im Zusammenhang mit dem berechneten `Roll Weight` eingeordnet und stellt keine operative Freigabe dar. Ausführlich beschrieben in Kapitel 5.
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## Front View
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`Front View` bezeichnet die Frontansicht der geometrischen Beladung im `Load Optimizer`. Sie unterstützt die visuelle Plausibilisierung der berechneten Anordnung.
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## Geometry
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`Geometry` ist eine der theoretischen Randbedingungen in der `Capacity Analysis`. Sie beschreibt, wie viele Rollen aufgrund der konkreten geometrischen Anordnung in das Transportmittel passen. Ausführlich beschrieben in Kapitel 8.
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## Governing Constraint
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`Governing Constraint` bezeichnet die maßgebliche technische Randbedingung, die die tatsächlich erreichbare Beladung bestimmt. Sie ist keine Empfehlung, sondern die zuerst wirksame Begrenzung. Ausführlich beschrieben in Kapitel 8.
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## Load Optimizer
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`Load Optimizer` ist der Arbeitsbereich zur Bewertung der Transportierbarkeit einer bereits definierten Rolle in einem konkreten Transportmittel. Er erzeugt keine Rollendaten, sondern verwendet vorhandene Werte wie `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight`. Ausführlich beschrieben in Kapitel 7.
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## Loading Clearances
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`Loading Clearances` sind Abstände, die den effektiv nutzbaren Laderaum reduzieren. Sie beeinflussen insbesondere die geometrische Bewertung im `Load Optimizer`.
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## Max. Load (kg)
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`Max. Load (kg)` ist der UI-Wert für die gewichtstechnische Payload-Grenze des Transportmittels. Der Wert wird im `Load Optimizer` verwendet, um die gewichtstechnische Beladungsgrenze zu bewerten.
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## Nominal Value
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`Nominal Value` bezeichnet einen Soll- oder Nennwert, der aus Spezifikation, Stammdaten oder Planung stammen kann. Reale Messwerte können davon abweichen und sollten bei Auffälligkeiten fachlich eingeordnet werden.
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## Payload
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`Payload` beschreibt die zulässige oder verfügbare Nutzlast eines Transportmittels. In RollCalc ist sie für die gewichtstechnische Bewertung der Transportkapazität relevant.
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## Payload Utilization
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`Payload Utilization` beschreibt die Ausnutzung der verfügbaren Payload. In der `Capacity Analysis` erscheint diese gewichtstechnische Auslastung als `Payload Util. %`; in der `Capacity Summary` wird derselbe Zusammenhang über `Weight Utilization` eingeordnet.
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## Plausibility Check
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`Plausibility Check` bezeichnet die fachliche Prüfung von Eingaben, Randbedingungen und Ergebnissen vor der Weiterverwendung. Ziel ist nicht die Kontrolle der Berechnungslogik, sondern die Bewertung, ob Daten und Ergebnis zum realen Anwendungsfall passen. Ausführlich beschrieben in Kapitel 10.
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## Preset Transport Type
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`Preset Transport Type` bezeichnet ein vordefiniertes Transportmittel mit hinterlegten Abmessungen und Gewichtsgrenzen. Preset-Werte erleichtern die Bewertung, sollten aber zum konkreten Transportfall passen.
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## Product Category
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`Product Category` beschreibt die fachliche Zuordnung eines Produkts zu einer Produktgruppe. Sie kann für die Einordnung von Artikeldaten, Handling-Hinweisen oder produktspezifischen Regeln relevant sein.
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## Product Length
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`Product Length` beschreibt die Länge des Produkts auf der Rolle. Sie beeinflusst sowohl den `Roll Diameter` als auch das `Roll Weight` und ist eine zentrale Größe der Rollenberechnung.
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## Product Thickness
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`Product Thickness` beschreibt die Materialdicke des Produkts. Sie beeinflusst den berechneten `Roll Diameter` besonders stark und sollte bei auffälligen Ergebnissen sorgfältig geprüft werden.
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## Production Site
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`Production Site` bezeichnet den Produktionsstandort oder die produktionsbezogene Herkunft einer Rolle oder eines Artikels. Der Begriff kann relevant sein, wenn Stammdaten, Produktionsstandards oder Rollenausführungen standortabhängig sind.
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## Reference Roll
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`Reference Roll` bezeichnet eine bekannte Rolle, die als Vergleichs- oder Ausgangspunkt verwendet wird. In der `Extrapolation` bildet sie die Grundlage zur Abschätzung eines neuen `Roll Diameter`.
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## Remaining Capacity
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`Remaining Capacity` beschreibt die rechnerisch verbleibenden Reserven nach der tatsächlich möglichen Beladung. Dazu gehören unter anderem `Remaining Payload`, `Unused Payload` und `Unused Volume`.
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## Remaining Payload
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`Remaining Payload` beschreibt die verbleibende Gewichtskapazität nach der berechneten Beladung. Ein positiver Wert bedeutet nicht automatisch, dass eine weitere Rolle geladen werden kann.
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## Roll Diameter
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`Roll Diameter` beschreibt den äußeren Durchmesser der fertigen oder gemessenen Rolle. Er ist eine zentrale geometrische Größe für Produktion, Handling und Transportbewertung.
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## Roll Geometry
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`Roll Geometry` bezeichnet die geometrische Beschreibung einer Rolle, insbesondere über `Core Diameter`, `Roll Diameter`, `Product Length`, `Product Thickness` und `Roll Width`. Sie bildet die Grundlage für die technische Bewertung der Rolle.
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## Roll Weight
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`Roll Weight` beschreibt das rechnerische Gewicht der betrachteten Rolle. Es ergibt sich fachlich aus `Product Length`, `Roll Width` und `Area Weight` und ist wichtig für Handling und Transportbewertung.
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## Stack Height
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`Stack Height` beschreibt die Anzahl oder Höhe der übereinander angeordneten Rollenlagen in einer Transportbewertung. Sie hängt von `Roll Diameter`, Innenhöhe und `Loading Clearances` ab.
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## Target Diameter
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`Target Diameter` ist ein `Calculation Mode` in `Direct Calculation`. Der Workflow dient dazu, die maximal zulässige `Product Length` unter vorgegebenen Durchmesser- und Gewichtsgrenzen zu bestimmen. Ausführlich beschrieben in Kapitel 4.
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## Technical Limit
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`Technical Limit` bezeichnet eine technische Randbedingung, die eine Auslegung oder Bewertung begrenzt. Beispiele sind `Max. Roll Diameter`, `Max. Roll Weight`, Payload-Grenzen oder geometrische Grenzen eines Transportmittels.
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## Transported Area
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`Transported Area` beschreibt die transportierte Produktfläche der tatsächlich berechneten Beladung. Der Wert verbindet Rollenanzahl, Rollenabmessungen und Produktdaten zu einer transportbezogenen Ergebnisgröße.
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## Unused Payload
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`Unused Payload` beschreibt den nicht ausgeschöpften Anteil der Payload als Reserve. Der Wert muss zusammen mit der `Governing Constraint` gelesen werden, da freie Payload keine zusätzliche Rolle garantiert.
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## Unused Volume
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`Unused Volume` beschreibt den nicht genutzten Anteil des verfügbaren Transportvolumens. Freies Volumen kann geometrisch ungünstig verteilt sein und bedeutet deshalb nicht automatisch zusätzliche Beladungsmöglichkeit.
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## Volume
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`Volume` ist eine der theoretischen Randbedingungen in der `Capacity Analysis`. Sie beschreibt die volumenbezogene Obergrenze der Beladung.
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## Volume Utilization
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`Volume Utilization` beschreibt die rechnerische Nutzung des verfügbaren Transportvolumens. Der Wert sollte nicht isoliert bewertet werden, sondern zusammen mit `Geometry`, `Governing Constraint` und `Front View – Cross-Section`.
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## Weight
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`Weight` ist eine der theoretischen Randbedingungen in der `Capacity Analysis`. Sie beschreibt die gewichtstechnische Obergrenze der Beladung auf Basis von `Roll Weight` und Payload.
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## Weight Utilization
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`Weight Utilization` beschreibt in der `Capacity Summary` die Ausnutzung der gewichtstechnischen Kapazität. Der entsprechende Tabellenwert in der `Capacity Analysis` ist `Payload Util. %`; beide Werte ersetzen nicht die Bewertung von `Geometry` und `Volume`.
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# 13. FAQ
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Die FAQ beantwortet häufige Fragen, die sich nach dem Lesen der vorherigen Kapitel ergeben können. Sie ersetzt keine ausführliche Erläuterung der Workflows, sondern verweist bei Bedarf auf die entsprechenden Kapitel.
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## Welche Funktion verwende ich für eine neue Rolle?
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Für eine neue Rolle wird in der Regel `Direct Calculation` mit dem `Calculation Mode` `Roll Diameter` verwendet. Dieser Workflow bewertet, welchen `Roll Diameter` eine geplante `Product Length` auf einem bestimmten `Core Diameter` erreicht. Wenn `Roll Width` und `Area Weight` bekannt sind, kann zusätzlich das `Roll Weight` eingeordnet werden. Ausführlich beschrieben in Kapitel 3.
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## Welche Funktion verwende ich für eine vorhandene Rolle?
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Wenn eine vorhandene Rolle über einen gemessenen `Roll Diameter` bewertet werden soll, wird `Direct Calculation` zur Ableitung der `Product Length` verwendet. Entscheidend sind dabei ein plausibler Messwert, der passende `Core Diameter` und die richtige `Product Thickness`. Die fachlichen Grundlagen dazu werden in Kapitel 2 beschrieben.
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## Wann verwende ich `Extrapolation`?
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`Extrapolation` wird verwendet, wenn eine bekannte `Reference Roll` vorliegt und daraus eine vergleichbare Rolle mit geänderter `Product Length` abgeschätzt werden soll. Der Workflow ist besonders geeignet, wenn Artikel, `Product Thickness` und `Core Diameter` unverändert bleiben. Wenn sich Material oder Geometrie wesentlich ändern, ist eine vollständige Neubewertung sinnvoll. Ausführlich beschrieben in Kapitel 6.
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## Wofür dient der `Calculation Mode` `Target Diameter`?
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`Target Diameter` dient dazu, die maximal zulässige `Product Length` einer einzelnen Rolle unter vorgegebenen Durchmesser- und Gewichtsgrenzen zu bestimmen. Der Workflow beantwortet nicht, wie viele Rollen in ein Transportmittel passen. Er ist ein Grenzwertworkflow für die Rolle selbst. Ausführlich beschrieben in Kapitel 4.
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## Warum verändert eine kleine Änderung der `Product Thickness` den `Roll Diameter` deutlich?
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Die `Product Thickness` beschreibt, wie stark das Produkt beim Aufwickeln zur äußeren Rollengeometrie beiträgt. Über große `Product Length` kann bereits eine kleine Abweichung in der Materialdicke zu einer sichtbaren Änderung des `Roll Diameter` führen. Deshalb gehört `Product Thickness` zu den kritischsten Eingangsgrößen. Ausführlich beschrieben in Kapitel 2.
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## Warum können zwei Rollen mit gleichem `Roll Diameter` unterschiedlich schwer sein?
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Der `Roll Diameter` beschreibt nur die äußere Geometrie der Rolle. Das `Roll Weight` hängt zusätzlich von `Product Length`, `Roll Width` und `Area Weight` ab. Zwei Rollen können geometrisch ähnlich wirken und trotzdem unterschiedliche Breiten, Materialgewichte oder Produktlängen besitzen. Ausführlich beschrieben in Kapitel 5.
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## Warum benötige ich `Roll Width` und `Area Weight` für das `Roll Weight`?
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Das `Roll Weight` entsteht aus der Produktfläche auf der Rolle und dem Materialgewicht dieser Fläche. `Roll Width` beschreibt die Breite der Produktfläche, `Area Weight` das Gewicht pro Fläche. Ohne diese Angaben kann RollCalc den `Roll Diameter` bewerten, aber das Gewicht nicht belastbar einordnen.
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## Warum muss ich zuerst eine `Direct Calculation` durchführen?
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Der `Load Optimizer` bewertet eine bereits definierte Rolle und erzeugt keine Rollendaten. Er benötigt belastbare Werte für `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight`. Diese Werte stammen typischerweise aus `Direct Calculation` und der Gewichtsbewertung. Ausführlich beschrieben in Kapitel 7.
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## Welche Rollendaten werden vom `Load Optimizer` verwendet?
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Der `Load Optimizer` verwendet insbesondere `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight`. Der `Roll Diameter` beeinflusst die geometrische Anordnung, die `Roll Width` die Nutzung der Transportlänge und das `Roll Weight` die Payload-Bewertung. Wenn einer dieser Werte unplausibel ist, wird auch die Transportbewertung unplausibel.
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## Warum passen trotz freier `Payload` keine weiteren Rollen in das Transportmittel?
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Freie `Payload` bedeutet nur, dass die Gewichtskapazität nicht vollständig ausgeschöpft ist. Wenn `Geometry` die `Governing Constraint` ist, verhindert die konkrete Anordnung eine zusätzliche Rolle. In diesem Fall ist die geometrische Begrenzung maßgeblich, nicht das Gewicht. Ausführlich beschrieben in Kapitel 8.
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## Was bedeutet `Governing Constraint`?
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`Governing Constraint` bezeichnet die maßgebliche Randbedingung, die die tatsächlich erreichbare Beladung bestimmt. Sie zeigt, ob `Weight`, `Volume` oder `Geometry` zuerst begrenzt. Der Begriff beschreibt keine Empfehlung und keine bessere Lösung. Ausführlich beschrieben in Kapitel 8.
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## Warum zeigt die `Capacity Analysis` drei verschiedene Zeilen?
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Die `Capacity Analysis` zeigt die drei theoretischen Grenzfälle `Weight`, `Volume` und `Geometry`. Jede Zeile beschreibt, welche maximale Beladung möglich wäre, wenn nur diese eine Randbedingung gelten würde. Die tatsächliche Beladung ergibt sich aus der strengsten dieser Randbedingungen. Ausführlich beschrieben in Kapitel 8.
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## Warum ist die `Capacity Analysis` kein Vergleich verschiedener Lösungen?
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Die Zeilen der `Capacity Analysis` sind keine alternativen Beladungsvorschläge. Sie zeigen theoretische Obergrenzen einzelner Randbedingungen. Die markierte `Governing Constraint` erklärt, welche dieser Grenzen das reale Ergebnis bestimmt. Deshalb muss die Tabelle als technische Analyse gelesen werden, nicht als Auswahlmenü.
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## Wofür dient die `Front View`?
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Die `Front View – Cross-Section` dient der visuellen Plausibilisierung der geometrischen Anordnung. Sie zeigt, wie die Rollen im Querschnitt des Transportmittels liegen. Besonders bei `Geometry` als `Governing Constraint` hilft sie zu verstehen, warum keine weitere Rolle passt. Ausführlich beschrieben in Kapitel 8.
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## Welche Eingaben sollte ich zuerst überprüfen, wenn Ergebnisse unplausibel erscheinen?
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Zuerst sollten `Product Thickness`, `Area Weight`, `Core Diameter`, `Product Length`, `Roll Width` und `Roll Weight` geprüft werden. Bei Transportbewertungen kommen `Preset Transport Type`, `Custom Dimensions`, `Max. Load (kg)` und `Loading Clearances` hinzu. Die Prüfung sollte immer bei den Eingabedaten beginnen, bevor das Ergebnis interpretiert wird. Ausführlich beschrieben in Kapitel 10 und Kapitel 11.
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## Wann sollte ich eine Berechnung vollständig neu durchführen?
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Eine vollständige Neuberechnung ist sinnvoll, wenn Stammdaten, Rollengeometrie oder Transportparameter geändert wurden. Dazu gehören Änderungen an `Product Thickness`, `Area Weight`, `Core Diameter`, `Roll Width`, `Max. Load (kg)` oder `Loading Clearances`. Alte Ergebnisse sollten nach solchen Änderungen nicht weiterinterpretiert werden. Ausführlich beschrieben in Kapitel 11.
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## Welche Stammdaten sollten regelmäßig überprüft werden?
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Besonders wichtig sind `Product Thickness`, `Area Weight` und `Core Diameter`. Diese Werte beeinflussen `Roll Diameter`, `Roll Weight` und nachgelagerte Transportbewertungen. Bei neuen Artikeln, geänderten Produktausführungen oder auffälligen Ergebnissen sollten sie erneut plausibilisiert werden. Ausführlich beschrieben in Kapitel 10.
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## Kann RollCalc das beste Transportmittel auswählen?
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Nein. RollCalc bewertet technische Kennzahlen für ein eingegebenes Transportmittel, trifft aber keine Auswahlentscheidung. Wirtschaftliche, organisatorische, verfügbarkeitsbezogene oder kundenspezifische Faktoren liegen außerhalb des Betrachtungsumfangs. Ausführlich beschrieben in Kapitel 9.
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## Kann ich unterschiedliche Transportmittel miteinander vergleichen?
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Ja, unterschiedliche Transportmittel können mit identischen Rollendaten verglichen werden. Dabei dürfen `Roll Diameter`, `Roll Width` und `Roll Weight` zwischen den Bewertungen nicht geändert werden. Nur die Transport-Randbedingungen wie `Preset Transport Type`, `Custom Dimensions`, `Max. Load (kg)` und `Loading Clearances` sollten variieren. Ausführlich beschrieben in Kapitel 9.
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## Bedeutet eine höhere Rollenanzahl automatisch die bessere Transportlösung?
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Nein. Eine höhere Rollenanzahl ist eine technische Kennzahl, aber keine vollständige Bewertung der Transportlösung. Zusätzlich können Verfügbarkeit, Kosten, Route, Handling, Verpackung oder kundenseitige Vorgaben relevant sein. RollCalc bildet diese Faktoren nicht automatisch ab. Ausführlich beschrieben in Kapitel 9.
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## Kann ich Berechnungsergebnisse unmittelbar für Produktion oder Versand verwenden?
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Berechnungsergebnisse sollten vor operativer Nutzung fachlich plausibilisiert werden. RollCalc liefert technische Ergebnisse auf Grundlage der eingegebenen Daten, ersetzt aber keine Produktionsfreigabe, Versandfreigabe oder technische Verantwortung des Anwenders. Die Ergebnisse werden erst durch die Prüfung von Eingaben, Randbedingungen und Ergebnisgrößen zu einer belastbaren Entscheidungsgrundlage. Ausführlich beschrieben in Kapitel 1 und Kapitel 10.
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## Warum fordert RollCalc einen Plausibilitätscheck?
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RollCalc arbeitet mit Eingaben, Stammdaten und Annahmen, die zum realen Anwendungsfall passen müssen. Ein Plausibilitätscheck hilft, falsche Einheiten, unpassende Artikeldaten, unrealistische Transportparameter oder Fehlinterpretationen früh zu erkennen. Der Check richtet sich nicht gegen die Berechnungslogik, sondern sichert die fachliche Verwendung der Ergebnisse ab. Ausführlich beschrieben in Kapitel 10.
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## Abschluss
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Dieses Handbuch beschreibt die fachlichen Grundlagen, die zentralen Berechnungsabläufe und die Interpretation der Ergebnisse in RollCalc. Die FAQ fasst wiederkehrende Fragen zusammen und verweist auf die ausführlicheren Kapitel. Neue Fragen sollten in zukünftigen Versionen bevorzugt hier ergänzt werden, sofern sie keine grundlegenden neuen Funktionen betreffen.
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